Fastenbrechen in der Soester Moschee

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In großer Runde kamen die Muslime zusammen, um nach Sonnenuntergang in der Moschee gemeinsam zu essen und zu trinken.

Soest - Zum Fastenbrechen kamen rund 150 Muslime, darunter auch eine Gruppe Flüchtlinge, jetzt wieder in der Moschee am Brunowall zusammen. „Im Ramadan treffen wir uns immer an den Wochenenden hier, um gemeinsam zu essen. Samstags kommen die meisten, da Sonntags fast alle frei haben“, erläutert Seyit Ali Yilderim vom Türkisch-Islamischen Kulturverein. Pünktlich zum Sonnenuntergang um 21.58 Uhr stimmte Vorbeter Sevki Caliskan das Gebet an,

„Es ist schon anstrengend von Sonnenaufgang bis -untergang weder zu essen, noch zu trinken, gerade jetzt im Sommer, wo die Tage sehr lang sind, doch man gewöhnt sich daran“, beschreibt Yilderim die Fastenzeit. Alte, Kranke, Kinder und Schwangere sind vom Fasten ausgenommen, doch sie sollen, wenn sie es können, Geld für Bedürftige spenden. Auf diese Weise wird auch das köstliche Essen, bestehend aus Linsensuppe, Reis mit Auberginen und Fleisch sowie leckerem süßen Gebäck, finanziert. So ist auch die öffentliche Einladung der Gemeinde zum Fastenbrechen, vor allem auch an die Flüchtlinge, eine religiöse Pflicht im Ramadan. Das gesamte Essen wird vom Frauenvorstand organisiert und gekocht. Unterstützung, vor allem auch beim Auftragen der Speisen, erhielten die Frauen von den zahlreichen Jugendlichen.

Damit auch Muslime, die schwer körperlich arbeiten müssen, die Fastenzeit leichter durchhalten können, bittet der Vorbeter die Arbeitgeber um Verständnis. „Es wäre schön, wenn die Gläubigen während dieser Zeit leichtere Arbeiten bekommen.“ Am Herzen liegt ihm auch, dass die Muslime an den höchsten Feiertagen des Islams – dem Opferfest und dem Ende des Fastenmonats – Urlaub bekommen.

Entsetzt über Terroranschläge

Über dem fröhlichen Beisammensein lag allerdings der dunkle Schatten der Terroranschläge in Tunesien, Frankreich und Saudi-Arabien. „Wir verurteilen natürlich diese Terroristen. Das sind keine Moslems, sondern einfach nur Terroristen“, macht Seyit Ali Yildirim deutlich. Auch der Vorbeter stellt klar: „Kein Moslem darf so etwas tun.“ Er sprach von einem abscheulichen Verbrechen.

Noch lange nutzten die gläubigen Moslems die Nachtstunden, um zu essen und zu trinken, denn mit Sonnenaufgang am Sonntag begann der nächste Fastentag.

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