Ortstermin mit dem Bundesverkehrsministerium

Fahrradstreifen in Jakobistraße soll bleiben, aber künftig anders aussehen

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Radfahrer sollen zum Selbstschutz auch künftig die Jakobistraße mitten auf der Fahrbahn benutzen dürfen.

Soest - Die Zeichen stehen auf gütliche Einigung. Das Bundesverkehrsministerium und die Stadt Soest, die sich Montagmittag zu dem lange vereinbarten Ortstermin in der Jakobistraße getroffen haben, basteln an einer Lösung, den Soester Fahrradstreifen zu erhalten.

Der wird zwar künftig anders aussehen, aber seine Funktion bleibt erhalten: Radfahrer sollen weiterhin so weit von den am rechten Straßenrand geparkten Autos entfernt rollen, so dass ein Überholen ausgeschlossen ist.

Heute markieren zwei gestrichelte Linien in der Fahrbahnmitte die Velo-Spur. Sie könnten künftig entfallen. Statt ihrer soll eine dicke durchgezogene Linie im gehörigen Abstand von den geparkten Autos auf die Straße gepinselt werden. Zudem könnte die Jakobistraße zu einer Fahrradstraße umgewidmet werden, in der Radler sogar nebeneinander fahren dürfen. Das Ergebnis und die Wirkung wären die gleiche wie heute: Autofahrer hätten keine Chance zu überholen. Aber der Bundesverkehrsminister, der auf das Rechtsfahr-Gebot pocht, könnte wieder ruhig schlafen.

Noch ist nichts beschlossen. Doch nach dem Termin unter Ausschluss der Öffentlichkeit signalisiert die Stadtverwaltung, die Runde mit den Berliner Ministerialen sei konstruktiv verlaufen.

Nach einem schweren Radunfall im Sommer 2008, bei dem ein 27-jähriger Radfahrer wegen einer aufgerissenen Autotür fast ums Leben kam, hatte sich Soest die Lösung mit dem Mittelstreifen ausgedacht. Für den heimste die Stadt sogar einen Preis ein; vor einem Jahr dann rieb sich der Verkehrsnminister an dem Mittelstreifen.

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