Pfarrer mit dem E-Bike unterwegs

Pfarrer, die in die Pedale treten – im Soester Stadtverkehr ein gewohntes Bild. Der Evangelische Kirchenkreis möchte noch mehr Seelsorger sowie Mitarbeiter der Verwaltung aufs Rad bringen und steigt damit in sein neues Mobilitätskonzept ein. Die ersten E-Bikes aus diesem Programm rollen bereits, insgesamt 30 werden es fürs Erste sein, manche in gedecktem Schwarz, andere in fröhlichen, leuchtenden Farben. „Wir möchten ein Zeichen setzen“, sagt der Umweltbeauftragte Heinz Limberg aus Lippstadt. 

Um die 3000 bis 5000 Kilometer im Jahr seien die Pfarrer unterwegs, sie besuchen Veranstaltungen der Gemeinde oder nehmen an dienstlichen Sitzungen teil. Oft setzen sie sich in den Wagen. Doch bei Kurzstrecken sollen sie lieber das Velo nutzen. Weil manchmal längere Wege zurückzulegen oder auch Steigungen zu bewältigen sind, bekommen alle, die das möchten, Unterstützung durch einen robusten Elektroantrieb. So kommen sie umweltfreundlich von Tür zu Tür, ausgedehntere Touren, kleinere Erhebungen und Gegenwind sind auch für weniger sportliche Fahrer kein Problem mehr. 

„Ein Beitrag, um den Ausstoß von CO2 zu reduzieren“, betont Heinz Limberg. Bei Entfernungen bis zu neun Kilometern sei das Rad dem Auto in der Stadt ohnehin überlegen, wie aus einer Untersuchung des Bundesumweltamtes hervorgehe, berichtet er. Will heißen: Wer sich auf den Sattel schwingt, und Muskelkraft einsetzt, ist schneller am Ziel, und er muss auch nicht dreimal um den Block kreisen, um einen Parkplatz zu finden. Obendrein bleibt er in Bewegung, ist an der frischen Luft und spart Sprit. „Eine gute Sache“, meint auch Pfarrerin Kristina Ziemssen aus Geseke, die sich jetzt auf dem Petrikirchhof ihr neues Kirchenrad abholte und sofort eine Proberunde drehte. 

Allen Kollegen und Kolleginnen, die ihr folgten, war es anzusehen: Das Automobil ruhig mal stehenzulassen, macht Spaß. Die Landeskirche gibt einen Zuschuss von 1000 Euro pro Exemplar des 3000 Euro teuren Modells. „Den Rest übernimmt der Kirchenkreis“, schildert Superintendent Dieter Tometten. Der Fonds beläuft sich auf 100 000 Euro. Hinter diesem Posten mit dem Ansatz „Weg vom üblichen Auto“ steckt der Gedanke der Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Nicht nur reden, sondern auch handeln, lautet die Devise. Zudem rechnen sich die Neu-Anschaffungen auch, meint Heinz Limberg, weil die Erstattung von Dienstfahrten am Steuer eines Wagens mit 30 Cent pro Kilometer weitgehend entfalle. Mit dem künftigen Mobilitätskonzept schließt der Kirchenkreis an die langjährigen Bemühungen um den Klimaschutz

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