Erste Hilfe: Wichtig ist im Training bleiben

Heinrich Gehlmann vom DRK-Kreisverband Lippstadt-Hellweg appelliert, im Training zu bleiben. Unser Archiv-Foto zeigt ein Erste-Hilfe-Angebot in der Astrid-Lindgren-Schule. J Foto: Niggemeier

SOEST - Jeder weiß eigentlich genau, wie lebenswichtig es sein kann, sich auszukennen, Bescheid zu wissen, wie er sich in den ersten Minuten verhalten soll und was zu tun ist. „Ja, klar, ich sollte mal wieder einen Erste-Hilfe-Kursus besuchen“, bekommt Heinrich Gehlmann vom DRK-Kreisverband Lippstadt-Hellweg häufig zu hören. Und dann: „Aber im Moment habe ich keine Zeit...“

„Nicht Woller und Wisser wenden Not, sondern Macher“, so die eindeutige Aussage Gehlmanns, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit und selber seit fünfzig Jahren Ausbilder. Er verspricht sich von der neuen Regelung, die Schulungen jetzt einheitlich (nur noch) über neun Stunden laufen zu lassen, einen Anstieg des Interesses auch bei denjenigen, die sich nicht auf den Führerschein vorbereiten und den Nachweis brauchen.

Einen Vorteil der Änderung sieht er im geringeren Zeitaufwand durch die „Konzentration auf das Wesentliche“. Das Konzept sei inhaltlich gestrafft und das Training nah an der Praxis ausgerichtet. Gehlmann stellt klar: „Die Erste Hilfe wird nicht neu erfunden. Alles bisher Gelernte war und ist richtig.“

„Einfach nur üben und machen“, fasst er zusammen, worauf es ankommt. „Symptome erkennen und dem Verstand entsprechend handeln“, ergänzt er. Der DRK-Mann lässt nicht nach, zu betonen, wie notwendig, die Teilnahme am Lehrgang ist. Denn: „Rückwärts einzuparken, das lernt man auch nicht vom Zuschauen.“ Die Bereitschaft, sich später erneut anzumelden, damit die einmal erworbenen Fertigkeiten nicht verlorengehen, sei aber stark steigerungsfähig, sagt er. Und er bezieht präzise Position: „Offensichtlich bedarf es einer gesetzlichen Regelung wie seinerzeit die Anschnallpflicht oder das Handyverbot.“

Nur zugucken, sich zurückhalten, das sei auf jeden Fall die schlechteste Entscheidung, hebt der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit hervor. Keiner müsse sich allein kümmern, Teamarbeit sei einfacher. Niemand müsse alles können: „Im Notfall die Nummer 112 wählen und fragen, bei anderen Gesundheitsstörungen den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116117) anrufen und Rat einholen.“

Sehr motiviert sind nach Gehlmanns Erfahrung die betrieblichen Ersthelfer. - Köp.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 02943/871320.

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