Der meiste Abfall bleibt im Kreis Soest 

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In regelmäßigen Abständen leeren die Mitarbeiter der Kommunalbetriebe die Tonnen, die an den Straßenrand gestellt wurden. Was mit dem Abfall passiert, übernimmt die ESG (Entsorgungswirtschaft) für den Kreis Soest. 

Kreis Soest Seit 25 Jahren kümmert sich die ESG (Entsorgungswirtschaft Kreis Soest) um Müll und Abfall im Kreis Soest.  Sie will so viel Abfall wie möglich im Kreis Soest verwerten und so wenig wie möglich ungenutzt lassen.

Apfelschalen in die grüne Tonne, Zeitungen in die Altpapiertonne, Spülmittelflasche in den gelben Sack und Pralinenschachteln in den Restmüll – alles ist prima getrennt, und die Männer von den Kommunalbetrieben holen den Müll an der Haustür ab. Und dann? 

Dann kommt die ESG Spiel. 47 Mitarbeiter sind in der Verwaltung, in der Beratung und den Kompostierungs- und Abfallsortieranlagen in Anröchte, Erwitte, Geseke und Werl beschäftigt Sie wollen so viel Abfall wie möglich im Kreis Soest verwerten und so wenig wie möglich ungenutzt lassen. Das funktioniere gut, meint ESG-Chef Jürgen Schrewe. 

Die Kommunen sammeln alles ein, was die Privathaushalte in den einzelnen Tonnen an die Straße stellen und bringen es auf möglichst kurzem Weg ins nächste Abfallwirtschaftszentrum und auf die Kompostierungsanlagen. 150 000 Tonnen fallen in Jahr an, allein aus der Stadt Soest rund 44 000 Tonnen.

 An Ort und Stelle wird umgeladen und sortiert nach verwertbaren Stoffen und solchen, die nicht mehr behandelbar sind. Sie wandern weiter in eine der Müllverbrennungsanlagen, mit denen die ESG zusammenarbeitet – je zur Hälfte nach Hamm und Bielefeld. 

Das als Sekundärbrennstoff verwertbare Material aber wird zu so genanntem BraM (Brennstoff aus Müll), der Primärbrennstoffe wie Kohle und Öl ersetzt und vor allem in der Zementindustrie in Erwitte eingesetzt wird. 

Besonders stolz ist die ESG auf den Bördekompost, der in den Kompostierungsanlagen in Werl und Anröchte aus den Abfällen der Biotonnen, Grün- und Baumschnitt entsteht. Der Bördekompost wird nicht nur an Bauern, sondern auch an Privatleute abgegeben. Sie haben schließlich dafür gesorgt, dass der wertvolle Dünger entstehen konnte. 

Immerhin hat der Kreis Soest die dritthöchste Bioabfallquote in Nordrhein-Westfalen. Das liegt nicht allein an der hohen landwirtschaftlichen Dichte in der Region, bei viel Baum- und Grünschnitt anfällt, sondern das viele Bürger im Kreis eine Biotonne haben und den Abfall gut trennen.. Auf diese Weise schließt sich der Kreislauf. 

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