Kulturausschuss will die große Lösung für die Französische Kapelle

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Der Rat der Stadt Soest entscheidet am 25. September 2019 über die Zukunft der Französischen Kapelle.

Soest – Kommt für die Französische Kapelle die große Lösung oder doch die kleine? Die Stadt will die große Lösung. Die bedeutet, dass unter dem Dach von Block 3 der früheren Adam-Kaserne ein Museum mit einer Größe von 500 Quadratmetern entsteht, inklusive der Kapelle.

 Die Geschichtswerkstatt will mit der Stiftung Belgisches Museum (BST) einen neuen Verein gründen, der das Museum betreibt. Weil dann auch Museumspädagogik angeboten werden kann, hat der Landschaftsverband signalisiert, den Um- und Ausbau mit 90 Prozent zu fördern. Bei dieser großen Lösung, bei der Fördermittel fließen, bezahlt die Stadt Soest pro Jahr knapp 25 000 Euro für die Kaltmiete. Kommt die kleine Lösung, kommen 9500 Euro jährlich auf die Stadt zu – aber die Kapelle wäre abgeschlossen und würde nur ab und zu für Führungen aufgeschlossen. 

Das Thema beschäftigte am Donnerstagabend den Kulturausschuss. Mit acht Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen gab es für den Beschlussvorschlag der Verwaltung grünes Licht. Der besagt, dass dem Museum 500 Quadratmeter inklusive Kapelle zur Verfügung gestellt werden und die Stadt die Kaltmiete trägt. Bei all dem ist Voraussetzung, dass der hohe Zuschuss zu den Ausbaukosten auch kommt. 

Die BG-Fraktion erweiterte den Beschlussvorschlag, dass der Stadt keine weitere Kosten entstehen, die CDU-Fraktion hielt fest, dass die Stadt keine Fördermittel zurückzahlt. „Der Kulturausschuss hat dies mehrheitlich beschlossen, für uns spielt es dabei keine Rolle, ob die Baugesellschaft oder ein freier Investor Block 3 umbaut“, erklärt Ausschussvorsitzende Maria-Luise Pepinghege (BG). Der Verein sei ein fester Mieter und dürfe das Dachgeschoss sowie das Treppenhaus nutzen. Mehrere Mitglieder der CDU und der FDP haben sich der Abstimmung enthalten. Jetzt warten alle gespannt auf den Haupt- und Finanzausschuss, der am Dienstag tagen wird und eine weitere Entscheidung trifft.

 Am 25. September wird im Rat entschieden. „Für uns waren noch Fragen offen geblieben, in denen es um die Finanzierung des Museums geht. Bevor die Sache nicht genau geklärt ist, ob die Stadt Soest eventuell in einigen Jahren Fördergelder zurückzahlen muss, wollte unsere Fraktion nicht vorbehaltlos zustimmen“, erklärt Manuela Mewes von der CDU-Ratsfraktion. Am Montag wird das Thema noch einmal in der Fraktionssitzung besprochen.

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