Wie süß ist das denn? 

Verirrte Entenmutter und ihre Küken foppen städtischen Bediensteten

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Die Entenmutter mit den neun Küken.

Soest - Anzeiger-Leser Dr. Ulrich Vedder erzählt eine bezaubernde Geschichte von einer Entenfamilie, die sich in einen Garten verlief.

Dr. Ulrich Vedder war jetzt zu Besuch bei seiner 90-jährigen Mutter in ihrem Haus Im Tabrock. Was dort geschah, schildert er hier: 

"Ich sehe just, wie 10 Enten (eine Entenmutter und neun unglaublich süße Küken) mitten in diesem Wohngebiet (fernab vom Wasser des Großen Teiches) über die Garageneinfahrt weiter unter dem Gartentor Richtung Garten tapern. Doch der Garten war die Falle.

Keine Chance!

Alles Mal zu Zeiten unseres Hundes dackelsicher abgedichtet, kam der Entenclub da nicht mehr raus. Kreuz und quer ging es in einer Reihe über den Rasen, unter den Büschen her, am Zaun entlang. Keine Chance. 

Ein Schauspiel, das uns in Atem hielt und beschäftigte. Auf meinen Hilferuf meinte das Soester Tierheim, da müsse die Soester Polizei ran, die jedoch rief das Ordnungsamt an, das zwar ordentlich zurückrief, aber der Herr erweckte den Eindruck keine Lust zu haben, nun auf Entenjagd im Garten zu gehen! Also ging es mit Kartons, Wäschekorb und Besen zum Versuch des Einfangens. Das ging jedoch daneben. Aus der Hecke wollten die Tierchen nicht mehr raus. 

Polizei musste ran

Wieder musste die Soester Polizei ran, der Polizist bekam Mitleid und versprach, nun noch einmal persönlich mit dem anderen Ordnungshüter Soests zu sprechen. Und siehe da, wenige Minuten später ging es dann doch. Der städtische Bedienstete kam durchs Ententor in den Garten. Wortlos. Ging wieder. Wortlos. Und kam mit Fangnetz und Käfig zurück. Das Netz drückte er mir in die Hand, kroch hinter die Hecke und die Show 2.0 ging weiter. Läuft - dachte ich. 

Die Entenmama jedoch war flinker als ich, kam wiederholt raus und verschwand - und die neun treuen Kids mit ihr. Der Mann hinter der Hecke fluchte gewaltig, ich grinste. Und dann hatte ich sie doch, die Entenmutter, mit einem Satz unter dem Netz. Jubel. Denn das Gefolge ließ sich, vom Schnattern im Käfig gerührt, nun schnell einfangen. Ein „Tschüss“ kam dann doch von dem Ordnungsamtshelden, Abtransport zum Großen Teich.

Freiheit!

Und die Moral von der Geschicht? Wer zu oft "Tatort" sieht, ist irgendwann selbst mittendrin, statt nur dabei, und doch ist es so schön, denn die Entchen sind nun frei."

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