Soester Klimaschützer wollen Notstand ausrufen

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Trude, Madee und Joscha von der Friday-for-Future-Bewegung nahmen an der Sitzung teil.

Soest – Heimische Klimaschützer wollen in Soest den Notstand ausrufen. Diese Forderung steht im Raum und soll nun auf die Rathaus-Agenda kommen. Der Umweltausschuss hörte am Donnerstag (16, Mai)  den Appell Udo Engelhardts, Meeresbiologe und Akteur des Soester Klimatreffs: Es sei fünf vor zwölf, und zwar nicht Minuten sondern Sekunden, um den Planeten zu retten. 

Soester Bürger nahmen die Einladung in großer Zahl an: Viele nahmen auf den Publikumsstühlen Platz, um mit dem Umweltausschuss ins Gespräch zu kommen und mit ihm darüber reden, was die Stadt unternimmt, um die Erderwärmung zu reduzieren, aber auch zu sagen, was ihrer Meinung nach dringend verbessert werden muss. Nach gut zwei Stunden intensiven Meinungsaustausches sprach sich das Gremium dafür aus, Udo Engelhardt möge auch im Rat informieren um alle Bürgervertreter, die verantwortlich in die Entscheidungen eingebunden sind, mit fundierten Fakten auf den gleichen Stand zu bringen, und zwar so schnell wie möglich, bestenfalls in einer Sondersitzung. 

Er sagt: „Akzeptieren Sie die Wissenschaft. Die Klimaentwicklung verläuft absolut katastrophal. Wir haben keine Zeit mehr zum Taktieren und für politische Spielereien.“ Und weiter: „Wir werden keine Ruhe geben.“ Schüler der Friday-for-Future-Bewegung nutzten die Beratungen, um ihre Botschaft auf Plakaten und in klarer Ansage zu untermauern. Sie sind fest entschlossen: „Wir streiken, bis ihr handelt.“

 Nächsten Freitag (24. Mai) werden sie wieder auf die Straße gehen. Soests Klimabeauftragte Ulrich Günther wies auf ein Klimanetzwerk hin, das die Stadt initiiert, um künftig alle engagierten Umwelt-Gruppen an einen Tisch zusammenzuführen.

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