Endlich Tempo 30 – und keiner hält sich dran?

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Am Freiliggrath- und am Aldegreverwall gilt seit einiger Zeit Tempo 30. Aber halten sich auch alle daran?

Soest -  Da hatte sich Inga Bergmann zu früh gefreut: Als vor einigen Monaten am Freiliggrath- und am Aldegreverwall Schilder aufgestellt wurden, die eine Geschwindigkeitsreduzierung auf Tempo 30 verlangten, hoffte die Anliegerin darauf, dass es endlich ein wenig ruhiger vor ihrer Haustür werden würde. Aber diese Hoffnung hat sich inzwischen zerschlagen: „Leider hält sich niemand an die Geschwindigkeitsbegrenzung, besonders die Soester fahren weiter 50 oder weitaus schneller“, schreibt sie der Redaktion.

Tempo 30 ist in diesem Bereich zwar immer mal wieder Thema gewesen, umgesetzt wurde die Regelung aber erst im Rahmen der Bauarbeiten am Feldmühlenweg – und das auch nur vorübergehend, weil der innere Ring als Umleitungsstrecke unter einem erhöhten Verkehrsaufkommen leidet und die Geschwindigkeitsbegrenzung die Situation zumindest ein wenig entschärfen soll.

Nach Inga Bergmanns Meinung, und der von weiteren Anwohnern, die sich bereits an die Stadt gewendet haben, klappt das aber nicht. Die Schilder seien zu klein, lautet die Kritik, und würden deshalb oft ignoriert von Autofahrern. Und auch Lkw und Busse (zu Leerfahrten) nutzten die Umleitung, obwohl gerade Erstere dort eigentlich auch nicht fahren dürften. Angst, erwischt zu werden, müssten die Fahrer nicht haben, da es an Kontrollen fehle. Inzwischen, so Bergmann, komme es immer häufiger zu gefährlichen Situationen, gerade auch mit Radfahrern, weil die auf der engen Straße auf den Fußweg ausweichen müssten.

Ein Sprecher der Stadt wies gestern darauf hin, dass die Schilder der Größe nach der Norm entsprechen und natürlich von allen Verkehrsteilnehmern zu beachten seien.

Für die Polizei räumte Pressesprecher Wolfgang Lückenkemper ein, dass in dem Straßenabschnitt nicht „außergewöhnlich intensiv“ kontrolliert werde, sondern wie an anderen Stellen auch. Zu Problemen käme es zwar verstärkt an den beiden Fußgängerüberwegen in diesem Bereich, ein Unfallschwerpunkt seien aber weder der Freiliggrath- noch der Aldegreverwall.

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