Wenig Frost

Tipps für Balkonbepflanzung im Mai 2021 - Garten-Experte klärt auf

Gartenfreunde warten Jahr für Jahr gebannt auf die „Eisheiligen“. In diesem Jahr sind die fünf gnädig gestimmt. Experte Klaus Fischer erklärt, was jetzt zu tun ist.

Soest – Die Eisheiligen waren da – und machen diesmal ihrem Namen keine Ehre – ein Glück für uns Gartenfreunde. Vom 11. bis 15. Mai gaben sich Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia, im Westfälischen auch als die „kalte Sophie“ gefürchtet, die Ehre. Die Temperaturen waren im Mai 2021 zwar recht kühl, aber die Nachttemperaturen sind doch deutlich von der Frostgrenze entfernt.

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Die Eisheiligen geben den Trend vor: Das erwartet die Gartenfreunde im Mai

So können wir jetzt unbekümmert unsere Balkonkästen bepflanzen und raus stellen. Doch bevor wir losziehen und geeignete Pflanzen in der Gärtnerei kaufen, müssen wir uns noch einige grundsätzliche Gedanken machen.

Die wichtigste Frage, die wir klären müssen, hängt mit dem Standort unserer Kästen zusammen. Ist der Platz sonnig, halbschattig oder schattig – wobei sonnig bedeutet, dass den ganzen Tag die Sonne auf den Kasten scheint. Das ist bei einem Südstandort der Fall.

Unsere Balkonpflanzen sind zwar fast alles Wärmeliebhaber, da sie durchweg aus südlichen Gefilden stammen. Aber bei der Sonnenverträglichkeit gibt es erhebliche Unterschiede. Deshalb ist es besonders wichtig, die richtigen Pflanzen für den Balkon auszuwählen*, berichtet auch hna.de*.

Eisheiligen im Mai: Balkon bepflanzen - Sonnenliebhaber und „lichtscheue“ Pflanzen

Da haben wir beispielsweise die Sonnenanbeter wir Pelargonien (Geranien), Petunien, Fächerblume, Husarenknopf, Vanilleblume, Zauberglöckchen, Elfensporn, Verbenen, Wandelröschen, Kapmargeriten, Zweizahn und Dipladenie. Die Mehrzahl der im Handel angebotenen Balkonpflanzen sind Sonnenliebhaber.

Es gibt aber auch ausgesprochene „lichtscheue“ Gesellen, die pralle Sonne gar nicht vertragen. Dazu gehören die Fuchsien, Begonien, Fleißiges Lieschen, Efeu, Hortensien und Funkien. Sie sind erste Wahl, wenn wir eine Nordlage bei unseren Kästen haben.

Ist unser Standort halbschattig, dann können wir eigentlich ziemlich frei kombinieren, sollten aber die ausgesprochenen Schattenspezialisten nicht der prallen Mittagssonne aussetzen.

Eisheiligen im Mai: Balkon bepflanzen - so steht es um die Wuchsform und Farben

Als nächstes haben wir die Wahl bei der Wuchsform, aufrecht oder hängend. Man kann aber auch beide Wuchsformen kombinieren, indem die hängenden Blumen nach vorne in den Kasten gesetzt werden und die aufrechten dahinter. Haben wir längere Kästen, dann wird oft gerne in der Mitte eine höhere Pflanze gesetzt.

Als nächstes geht es um die Farben. Hier haben wir es natürlich mit einer reinen Geschmacksfrage zu tun. Bewährt haben sich aber Farbkonzepte für eine gesamte Balkonbepflanzung, etwa die blaue Farbpalette von lila bis hellblau mit weiß; oder rotweiße Kombinationen auch mit Pastelltönen. Wer es gerne „feurig“ mag, der nimmt Farben mit gelben, orangefarbenen und roten Blüten. Man kann auch ganz Ton in Ton auswählen, etwa weiße Blüten mit Tendenzen zum Grün oder Rosa. Achten sollte man auch auf den Hintergrund. Die beispielsweise rote Farbskala der Blüten macht sich vor einer roten Klinkerwand nicht besonders gut. Beliebt sind Kontrastfarben zur Hauswand. Natürlich kann man es auch kunterbunt treiben. Erfahrungsgemäß wirkt aber eine Bepflanzung, die die gesamte Farbpalette ausreizt, oft sehr unruhig.

Zuletzt sollten wir auch noch auf den Wasserbedarf achten. Es ist nicht günstig, wenn wir „Säufer“ mit Pflanzen kombinieren, die eher einen trockenen Boden lieben.

Wer unsicher ist, sollte sich in der Gärtnerei seines Vertrauens beraten lassen bei der Pflanzenauswahl. Immerhin geben wir dafür viel Geld aus und wollen die gesamte warme Saison Gefallen an unseren Balkonkästen haben.

Eisheiligen im Mai: Balkon bepflanzen - diesen Fehler vermeiden

Ein Fehler, der häufig gemacht wird, ist, die Kästen zu dicht zu bepflanzen. Die Gewächse, die wir in der Gärtnerei kaufen, stehen ja erst am Anfang ihrer Entwicklung und werden sich im Laufe des Sommers noch kräftig ausdehnen. Bei zu dichter Bepflanzung bleiben dann oft schwächere Exemplare auf der Strecke. Also etwas weniger ist im Laufe der Zeit mehr.

Die Wurzelballen werden vorm Pflanzen zuerst gründlich gewässert, dann aufgebrochen und so tief in die Blumenerde gesetzt, wie sie im Anzuchttopf gestanden haben. Außerdem sollte man den Kasten bis maximal 1,5 Zentimeter unter dem Rand des Kastens mit Erde auffüllen, damit wir noch Platz fürs Gießwasser haben.

Und dann sollten wir jeden Tag kontrollieren, ob die Erde noch feucht genug ist und gegebenenfalls gießen. Einmal pro Woche kommt ein handelsüblicher preiswerter flüssiger Universaldünger ins Gießwasser – und damit sollten wir die Saison über Freude an unseren Balkonkästen haben. - *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Niklas Fischer

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