Mit der Kammerphilharmonie Amadé

Pianist Gregor Weichert gastiert wieder in Soest 

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Der Pianist Gregor Weichert spielt am Dienstag im Blauen Saal.

Soest - Gregor Weichert kommt wieder nach Soest. Als das Konzert mit dem in Soest bestens bekannten Musiker im Oktober vergangenen Jahres abgesagt und ein Ersatz im Dezember in Aussicht gestellt wurde, konnte keiner ahnen, dass damit der Dezember dieses Jahres gemeint sein würde.

Jetzt wird der Pianist am kommenden Dienstag (17. Dezember) erwartet. Gregor Weichert übernimmt den Solopart im Konzert, das die Kammerphilharmonie Amadé im Blauen Saal gibt. Zuvor sprach Bettina Boronowsky mit dem über 80-jährigen Gregor Weichert über seine Arbeit. 

Was werden Sie am Dienstag spielen?

Ich habe das 12. Klavierkonzert A-Dur KV 414 ausgesucht. Das kann, ebenso wie KV 413, KV 415 und KV 449 ,a quattro’ gespielt werden, also nur mit vier Streicherstimmen. Die Bläser sind fakultativ. Das KV 415 habe ich früher schon mal mit Frieder Obstfeld gemacht. 

Warum gerade dieses Werk? 

Weil ich glaube, Mozart geht immer.

 Wenn man an Ihre jüngste Zusammenarbeit mit Frieder Obstfeld und der Kammerphilharmonie Amadé denkt, schwingt immer ein dunkler Unterton mit wegen einiger Unregelmäßigkeiten. Was sagen Sie dazu? Ich bin Musiker und habe mich immer bewusst aus solchen kulturpolitischen Dingen herausgehalten. 

Sie haben häufig in Soest konzertiert und spielen jetzt auch wieder im Blauen Saal. Wie sind die Aufführungsbedingungen dort?

Die Akustik ist nach meiner Erinnerung nicht unangenehm. Aber im Blauen Saal ist es schwierig, eine Beziehung zum Publikum herzustellen. Der Blaue Saal hat nicht die Intimität des alten Morgner-Saals, wo der Kontakt zum Publikum gleich gegeben und deutlich besser war. Über die Akustik dort brauchen wir aber nicht zu sprechen. 

Sie haben noch viele Fans in Soest...
Ja, ich komme gerne nach Soest und freue mich auch jetzt wieder darauf. Dort leben ja auch frühere Schülerinnen von mir. Beispielsweise war Louisa Kimmel meine Schülerin und auch Gerburg Krapf-Lumpe. In den Soester Konzerten sind auch immer ehemalige Musikschüler. 

Als Professor sind sie emeritiert. Was machen Sie heute?
Ich unterrichte heute noch sehr gerne und sehr viel, vor allem an der neuen Jugendakademie an der Musikhochschule in Münster. Dann bin ich Ehrenmitglied in der in der EPTA, der European Piano Teachers Assoziation. In diesem Rahmen halte ich auch Vorträge.

Zu Beginn des Konzerts spielt die Kammerphilharmonie Amadé um 20 Uhr die„ Antike Tänze und Arien“ von Ottorino Respighi. Sie schlagen einen Bogen zum versunkenen Italien der Renaissancezeit – ein melancholischer Abgesang auf das „alte“ Europa, komponiert 1931, lange nachdem der Faschismus über Italien hereingebrochen war. Einen lebendigen Kontrast hierzu bietet das Concerto grosso in g-Moll von Arcangelo Corelli, das den Abend beschließt. Auch hier gibt es einen Rückbezug, malt das Werk doch die Nacht der Geburt Christi aus. Die Musik spiegelt barocke Lebensfreude, eine Weihnachtsgeschichte in Tönen mit Tanz, Jubel, einer Krippen- und einer Hirtenszene.

Karten für das Konzert gibt es für 30 Euro über Hellweg Ticket.

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