Dreckecken-Dauerärger: Miefige Toiletten und Abfälle von der Pommesbude auf dem Weg

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Tägliche Reinigung - und trotzdem nicht immer picobello: Toilette am Jakobitor.

Soest – Die Medaille hat bekanntlich immer zwei Seiten. Genau so verhält es sich auch bei den Soester Dreckecken, die unsere Leser nach und nach aufspüren. Auf der einen Seite nervt viele Soester, wenn Wege zugemüllt oder öffentliche Toilette stinken, auf der anderen Seite protokolliert die Stadt penibel, was sie alles unternimmt.

Und das muss unterm Strich kein Widerspruch sein, wie das Beispiel öffentliche Toilette am Jakobitor zeigt. Gleich mehrere Leser beschreiben sie als „Schandfleck“, außen wie innen, Soest gebe hier am westlichen Eingang in die Altstadt keine gute Visitenkarte ab. „Hygiene, Sauberkeit und die Ausstattung lassen massiv zu wünschen übrig“, heißt es in einer Zuschrift, und oft genug sei das Herren-WC zugesperrt. 

Täglich, so hält die Stadt dagegen, putzt hier eine von der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) beauftragte Firma, Mitarbeiter der ZGW kontrollieren das in unregelmäßigen Abständen. Melden Bürger Mängel, würden die „schnell“ abgestellt, so Rathaus-Sprecher Thorsten Bottin. 

Was die verschlossenen Türen anlangt: „Grundsätzlich“ sei die Toilette geöffnet, so Bottin, Vergangene Woche und vor sechs Wochen schon einmal sei die automatische Schließanlage defekt gewesen; man bemühe sich bei solchen Pannen um schnelle Reparatur. 

Unsere Kontrolle hat ergeben: Beides trifft zu. Jeden frühen Morgen ist der Reinigungstruppe hier aktiv, doch manchmal schon Stunden später sieht es so aus, als ob hier nur alle Jubeljahre gereinigt werde. Auch im Soester Westen und auf den Feldwegen sind es die vermutlich wenigen, aber beständigen Zeitgenossen, die die „Preise“ und die Landschaft versauen. 

Rings um den McDonald lässt sich verfolgen, wie viele Meter Hackbraten, Pommes und Cola gereicht haben, bis Schälchen, Tüten und Becher am Wegesrand weggeworfen werden: Direkt an der Werler Landstraße, in der Märkischen Straßen und anderen Seitenwegen, gern auch im kleinen Park hinter der alten Molkerei und eben entlang der Feldwege. Durch die geöffnete Seitenscheibe hat man sich beim Schnellrestaurant versorgt, das lauschige Plätzchen am Stadtrand angesteuert und den Müll wieder durch die Scheibe beseitigt. Aussteigen nicht erforderlich. 

Unsere Leserin Anke Brügger ärgert das maßlos; sie erlebt eine ähnliche Situation an den Feldwegen im Soester Süden, die nach Hiddingsen und Müllingsen führen. Brügger regt an, die Feldwege durch Poller abzusperren. Dies würde dann auch verhindern, dass nachts ganze Kofferraum- und Anhängerladungen mit Matratzen, Teppichen, Farbeimern und Co. hier abgekippt werden. 

Dazu Bottin: Die Kommunalbetriebe sammeln wilde Müllkippen ein, wann immer sie an den Wirtschaftswegen zu tun haben. Eine systematische Reinigung entlang der Feldwege gebe es aber nicht. Nach vielen Stark-Sauber – Soest“-Aktionen in den vergangenen Jahren habe man aber im Rathaus den Eindruck gewonnen, dass die Müllberge kleiner werden. Die Feldwege zu sperren, sei nicht nötig, zumal dies auch mit den Landwirten geklärt werden müsste. 

Und: „Zu bedenken ist auch, dass Poller nur Autos, aber keine Radfahrer aufhalten können.“

Problem-Ecken 

Wenn auch Sie Orte in unserer Stadt kennen, die ungepflegt sind oder besonders nachts ein Angstraum sind, schreiben Sie uns ihre Beispiele an stadtredaktion@soester-anzeiger.de. Wir sehen uns die Sache an und reden

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