Keine schöne Bescherung: Dieses Damoklesschwert schwebt über Soester Krankenhaus-Fusion

Soll aus dem Klinikum und dem Marienkrankenhaus tatsächlich bald ein gemeinsames Krankenhaus werden, wie es Anzeiger-Fotograf Peter Dahm in dieser Fotomontage bereits vorweggenommen hat?

Soest - Ein schönes Geschenk, das punktgenau zum Fest für zufriedene Gesichter sorgt – oder das genaue Gegenteil davon: So oder so sollte die Entscheidung des Kartellamtes zur Fusion des Klinikums Stadt Soest und des Marienkrankenhauses bis Weihnachten gefällt und in Soest angekommen sein. Ist sie aber nicht. Und wird sie vorerst auch nicht. 

Wie Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer auf Anfrage erklärte, benötige die Behörde mehr Zeit für ihre Entscheidung und hat das jetzt auch die Stadt und den Katholischen Hospitalverbund, also die jeweiligen Träger der beiden Häuser, wissen lassen. 

Danach sieht der Zeitplan jetzt so aus, dass erst Mitte Januar ein erstes Gespräch von Mitarbeitern der Behörde und des Hospitalverbundes anberaumt sei. „Wir hoffen natürlich, dass dabei zumindest eine Tendenz erkennbar sein wird“, erklärt Ruthemeyer. Sicher sei das aber nicht. Er will inzwischen keine Prognosen mehr abgeben, nachdem das Kartellamt mehrfach baldige Entscheidungen angekündigt, dann aber wieder verschoben hatte. 

Klar ist: Die Zeit drängt, müssen für die Fusion doch noch dringend benötigte Fördergelder beim Land beantragt werden. Die Frist dafür, dass darüber noch in diesem oder womöglich auch erst Anfang nächsten Jahres entschieden werden kann, läuft am 31. März 2020 ab. Bis dahin muss ein fertiges Fusionskonzept in Düsseldorf vorliegen. 

Vorerst aber schwebt das Damoklesschwert der kartellrechtlichen Zustimmung weiterhin über diesem für den Gesundheitsstandort Soest so wichtigen Projekt – eine alles andere als schöne Bescherung.

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