Was aus dem Kontrast zwischen Pauli und Patrokli wird

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Wann wird das Dach der Paulikirche wohl so hell sein wie der Dom?

Soest - Das Bild, das sich dem interessierten Betrachter von Ferne bietet, wartet mit einem reizvollen Kontrast in der Soest-Silhouette auf. Hier der helle Turmhelm des Patroklidoms und dort das viel dunklere, kürzlich fertiggestellte Pauli-Dach. Es wird noch eine Weile dauern, doch dann dürften die neuen Platten aus Blei Patina ansetzen und sich im gedeckten, zarteren Grau zeigen. 

Davon geht der Architekt des Evangelischen Kirchenkreises, Dirk Pieper, aus. Doch sei es aus fachlicher Sicht schwierig, einen exakten Zeitpunkt zu nennen, erläutert er. Lange wurde nachgedacht und geplant, nun ist die Sanierung unter Dach und Fach. Dazu gehört die Eindeckung mit Blei als historisch korrektem Material. 

„Viele Menschen haben dazu beigetragen und damit Verantwortung für dieses einmalige Bauwerk der Gotik übernommen“, sagt Pfarrer Dr. Christian Welck und verbindet diese Worte mit einem herzlichen Dank an alle, die Geld gaben, um das dringend notwendige Unternehmen voranzubringen. St. Pauli sei nun wieder für lange Jahre gut bedacht. Schön sei es auch, dass sich Spender für die an prominenter Stelle glänzenden Symbole Weltkugel, Kreuz und Hahn – sozusagen als Krönung des Werkes – gefunden haben, betont der Seelsorger. 

Wieder einmal habe der Förderkreis – ebenso die ganze Gemeinde – einige gute Ideen umgesetzt, um den Erlös der Aktionen zu den Baukosten beizusteuern. Zahlreiche Soester nutzten etwa im vorigen Sommer die besondere Möglichkeit, gegen einen kleinen Obolus mit dem Aufzug nach oben zu fahren, um den Fortschritt der Arbeiten aus der Nähe zu betrachten, über Leitern bis in die Spitze zu klettern und von dort aus den herrlichen Blick auf die Stadt und ins Land hinein zu genießen. Eine seltene Gelegenheit, denn dort dürfte mancher der glaubt, schon alles über Soest zu wissen, noch nie gestanden haben. 

Der gelungene Abschluss des sich mit Hauptschiff und Turm über zwei Jahre hinziehenden Projektes soll im September in den Blick rücken und öffentlich präsentiert werden, kündigt Pfarrer Welck an. Die Überlegungen, in welchem Rahmen dies geschehen soll, laufen. Und es gibt noch ein weiteres Vorhaben: „Wir wollen künftig auch Führungen anbieten und somit einladen, den wunderbaren alten Dachstuhl zu besichtigen“, so der Seelsorger.

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