Coronavirus: Unternehmen erwarten Probleme in allen Bereichen

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Viele Fertigungsprozesse beruhen heute auf komplexen Lieferketten, das Fehlen selbst kleiner Teile kann alles ins Stocken geraten lassen. 

Kreis Soest – Das Coronavirus beeinflusst die Wirtschaft im Kreis Soest. Nach einer Blitzumfrage der IHK Arnsberg unter 750 Unternehmen meldet fast jeder dritte Betrieb unmittelbare Auswirkungen des Virus.

Zulieferengpässe, Absatzschwierigkeiten, Ausbleiben von Gästen oder Messeabsagen – die Effekte sind vielfältig. Gemein ist ihnen, dass sie die Geschäftsprozesse schon jetzt empfindlich stören. Dabei geht es mittlerweile nicht nur um die unmittelbare Vernetzung mit China. 

Die Ausbreitung des Virus beispielsweise in Italien wirkt ebenfalls bis hier. Längst betrifft es auch Unternehmen, die nicht international agieren. Handel, Dienstleister, Industrie – keine Branche bleibt unberührt. Aktuell zeigt sich die Reisebranche sehr betroffen. Wo die Folgen nicht direkt spürbar sind, gibt es zumindest viel Verunsicherung. 

„Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter unserer Unternehmen sind in großer Sorge über die weiteren Entwicklungen“, sagt IHK-Präsident Andreas Rother. Er ergänzt: „Solche Verunsicherungen hemmen die Wirtschaft ungemein.“ 

Beim Blick nach vorn befürchten die meisten der befragten Unternehmen Engpässe bei den Zulieferungen. „Ein kleines Bauteil, das vielleicht aus China oder einer anderen belasteten Region nicht mehr oder nicht mehr termingerecht angeliefert wird, kann zu immensen Behinderungen führen“, so Andreas Rother. 

Auch Einzelhändler kann es treffen, wenn die Lieferung von Verkaufswaren ausbleibt. Fast jedes zweite Unternehmen erwartet Beschränkungen von Geschäftsreisen, 34 Prozent das Ausbleiben von Gästen und Delegationen und 31 Prozent Absatzprobleme. 103 Unternehmen (15 Prozent) befürchten Ausfälle in Produktionsstätten. 

Grundsätzlich gehen die Unternehmen von Stornierungen in allen Richtungen aus. Viele erwarten, dass sich die Krankenstände erhöhen und dass weitreichende Quarantäne-Verordnungen die Arbeitsbedingungen erschweren werden. 

Über die reale Gefahr für die Volksgesundheit sind sich die Unternehmen nicht einig. So sehen viele die befürchteten Effekte nur mittelbar im Zusammenhang mit der tatsächlichen gesundheitlichen Gefährdung durch das Virus stehend. Für sie liegt die Ursache für die erwarteten Verwerfungen vor allem in einer entstehenden Hysterie.

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