Corona-Kontrollen

Masken-Verweigerer zahlen in Soest 50 Euro

Stadtwache Soest
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Marc Wermann und Dominik Schmidt patrouillieren in der Soester Fußgängerzone und sprechen Passanten ohne Maske an.

Die Ordnungsämter in Soest und Werl benötigen zusätzliches Personal, um ihre Kontroll-Aufgaben in Sachen Corona-Auflagen erfüllen zu können. Während die Soester Aufsichtsbehörde bereits vor zwei Wochen ihr Außendienst-Team der „Stadtwache“ von drei auf sechs Mitarbeiter aufgestockt und trotz verschärfter Bestimmungen in dieser Woche erst keinen weiteren Bedarf an Unterstützung hat, haben die Werler zwei externe Mitarbeiter eines ortsansässigen Sicherheitsunternehmens zu sich geholt und sie als Verwaltungshelfer eingesetzt.

Soest – In Soest muss jetzt in der gesamten Fußgängerzone von der Post bis zum Brüdertor sowie auf den beiden Plätzen vor und hinter dem Bahnhof ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Diese Ausweitung des Masken-Viertels sei nicht so exorbitant, um weiteres Überwachungs-Personal rekrutieren zu müssen, sagt Ordnungsamt-Chef Detlef Märte. Allerdings müsse künftig wohl „mit größerer Schärfe“ gegen Uneinsichtige oder Vergessliche vorgegangen werden.

Rathaus-Sprecher Thorsten Bottin erläutert, was das konkret heißt: Wer ohne Maske angetroffen wird, bekommt eine Aufforderung, das zu korrigieren. Macht der Maskenlose das, ist die Sache erledigt. Sollte er das nicht, wägen die Stadtwächter ab, was zu tun ist. Wer sich sperrt, die Maske aufzusetzen, zahlt 50 Euro Verwarngeld, im Wiederholungsfall auch bis zu 100 Euro.

Alles in allem gelte die Devise bei den Kontrolleuren: „Wir gehen mit Gefühl an die Situation heran!“

Dazu werden die Personalien aufgenommen und das „Knöllchen“ nach Hause geschickt. Cash auf der Straße gibt es nicht.

Auf der anderen Seite beobachtet das Soester Ordnungsamt, dass sich inzwischen wieder deutlich weniger Passanten in der Einkaufsstraße tummeln.

Weil nicht jeder Fußgänger in der Altstadt wissen könne, wo genau das Maske-Tragen vorgeschrieben ist oder wo nicht, sollen möglichst rasch weitere Baken mit entsprechenden Hinweisen an den Zugängen zu Brüderstraße und Rathausstraße postiert werden.

30 Stück an der Zahl, so Bottin, auch zu den Nebenstraßen wie etwa der Katzengasse oder der Walburgerstraße. Seit gestern werden die Baken und Schilder platziert

In Werl liegen die Infektionszahlen deutlich über denen in Soest. Seit Tagen müssen in der Fußgängerzone und weiteren Straßen der Nachbarstadt Masken getragen werden. Das alles im Blick zu haben, bei Verstößen die Betreffenden anzusprechen und notfalls energisch durchzugreifen, könne nicht wie in der ersten Pandemiephase im Frühjahr allein mit Rathaus-Leuten gestemmt werden, heißt es bei der Werler Stadtverwaltung.

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