Pandemie-Folgen

Was Corona die Stadt Soest kostet

Zwei Mitarbeiter der Stadtwache in Soest.
+
Die Stadtwache erhält – auch aufgrund der Pandemie – dauerhaft eine weitere Stelle.

Corona kommt die Stadt Soest teuer zu stehen. Im Haushaltsentwurf für 2022, den Kämmerer und Bürgermeister jetzt im Stadtrat vorgelegt haben, ist von insgesamt 14,7 Millionen Euro die Rede. Eine Kostensteigerung, die sich für 2021 bereits abzeichnet, ist in der Rechnung noch gar nicht berücksichtigt.

Soest – Laut Kalkulation summieren sich die Corona-bedingten Mehrausgaben und Mindereinnahmen für die Stadt Soest im Jahr 2022 auf 3,648 Millionen, in 2023 auf 3,675 Millionen. Für 2021 war Kämmerer Peter Wapelhorst von 3,981 Millionen Euro ausgegangen.

Dieser Betrag liegt nach einer Prognose für das laufende Jahr aber schon höher, nämlich bei rund 5,1 Millionen Euro. 3,4 Millionen Euro Corona-Schäden hat Soest für 2020 errechnet.

Was Corona die Stadt Soest kostet: Mehrausgaben für Homeoffice

Doch was sind eigentlich Kosten der Pandemie, die die Stadt ausweist? Darunter fallen unterschiedlichste Posten. So sind der Stadt 2021 zum Beispiel gut 184 000 Euro Elternbeiträge in Kindertagesstätten entgangen. Für die Ausstattung von Verwaltungsmitarbeitern im Homeoffice entstanden Kosten von 26 000 Euro für Lizenz- und 24 000 Euro Fernmeldegebühren. Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer fällt 2021 um etwa 2,7 Millionen Euro geringer aus als in der Planung für das Jahr veranschlagt. Für die Jahre 2022 und 2023 rechnet die Stadt hier nochmal mit einer Verschlechterung um jeweils mehr als 2,9 Millionen Euro. Hygieneartikel und Schnelltests kosteten die Stadt 2021 mindestens 38 500 bzw. 23 500 Euro. Den erhöhten Personalaufwand im Ordnungsamt – zum Beispiel für die Kontrolle der Corona-Regeln – beziffert die Stadt für 2021 auf 105 100 Euro.

Die Stadt kann die Belastungen, die durch die Pandemie entstehen, in einer Nebenrechnung zusammenfassen und ab 2025 über 50 Jahre abschreiben. So wirken sich die Kosten zwar noch nicht auf die Haushaltsplanung für 2022 aus, tragen muss die Stadt sie aber schon jetzt – und ihre Liquidität gegebenenfalls mit einer Erhörung der Kassenkredite gewährleisten.

Informationen rund um das Coronavirus im Kreis Soest liefert unser täglicher Newsticker.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare