50.000 Euro

Corona-Bußgelder in Soest wegen Prostitution, „Party-Fällen“ und Regel-Ignoranz in Geschäft

Stadtwache Soest
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Das Soester Ordnungsamt in der Innenstadt.

Wegen der Regel-Lockerungen dürfte die Anzahl der Corona-Bußgelder in Zukunft nicht mehr großartig steigen. Wir haben bei der Stadt Soest nachgehört, wie viele Bußgelder es bislang gab. Dabei waren auch „kuriose“ Gründe.

Soest – Angesichts der Regel-Lockerungen im Kreis Soest gibt es auch immer weniger Anlässe, wegen denen Polizei und Ordnungsamt den Corona-Bußgeldkatalog wälzen müssen. In 2020 seien es 146 Bußgelder gewesen, die in der Stadt Soest verhängt wurden, berichtet Stadtsprecher Thorsten Bottin. 2021 waren es bisher 97. „In Summe ging es dabei um rund 50 000 Euro“, erklärte Bottin.

Die Bußgeldbescheide wurden oftmals aus dem selben Grund verschickt: „Es handelt sich überwiegend um Verstöße gegen das Verbot von Zusammenkünften im öffentlichen Raum“, fasste Thorsten Bottin zusammen. Doch natürlich gab es auch Bußgeld-Verfahren aus anderen Gründen: 2020 wurde ein Fall wegen Prostitution, die gemäß Corona-Schutzverordnung nicht erlaubt war, zur Anzeige gebracht.

Corona-Bußgelder in Soest: „Viele ‚Party-Fälle‘ in 2021“

„In 2021 sind es viele ‘Party-Fälle’.“ Grundsätzlich, so der Stadtsprecher, gab es „quantitativ während des ersten Lockdowns mehr Bußgelder als in den späteren Lockdownphasen“.

Ein Geschäftsführer musste bislang am tiefsten in die Tasche greifen: Ihm flatterte ein Bußgeldbescheid über 5000 Euro ins Haus: „Für die Geschäftsöffnung unter Nichtbeachtung der Vorgaben der Corona-Schutzverordnung“, erklärte Bottin, der aus Datenschutz-Gründen keine Angaben dazu machen konnte, um welches Soester Geschäft es sich handelte. ds

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