Naturschützer wollen "gut vernetzt bleiben"

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Holger Sticht spricht bei der Eröffnung des Festes in der Soester Naturoase.

Soest - „Die Soester Naturoase ist ein wahres Leuchtturmprojekt.“ Für Holger Sticht, Landesvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Nordrhein-Westfalen, ist sein Besuch in Soest nicht der erste – aber es ist der erste, seit die Naturoase vom Landesverband zu einem von bislang gerade einmal drei sogenannten BUND-Zentren ernannt wurde.

Die anderen beiden vergleichbaren Naturgärten befinden sich im Raum Rhein-Sieg sowie in Herten. Zum anderen verband der Besuch das Angenehme mit dem Nützlichen: Dem Sommerfest im Garten direkt neben dem Schlachthof voraus ging das vierteljährliche NRW-Kreisgruppenforum gegenüber in der Stadthalle, eine Zusammenkunft aller Kreis- und Ortsgruppen des BUND NRW jenseits der jährlichen Landesdelegiertenversammlung. 

Sticht: „Es ist wichtig, dass wir gut vernetzt bleiben. Soest ist daher für einen Tag wie diesen wirklich der perfekte Standort, da wir direkt nebenan die Möglichkeit haben zu tagen.“ „Hier wird in vorbildlicher Art und Weise ökologischer Gartenbau mit Umweltbildung verbunden“, so Sticht weiter. 

„Für uns ist es ganz wichtig, solche Anlaufstellen zu haben, an denen wir sichtbar und erreichbar sind, und wo jeder sehen kann, wie man es gut machen – und diesbezüglich ist die Naturoase natürlich ein absolutes Vorzeigeobjekt. Uns war es ein besonderes Anliegen, in diesem Jahr unser viertes Sommerfest hier in Soest zu feiern. Wir freuen uns, dass die Orts- und die Kreisgruppe bereit waren, dies auf sich zu nehmen.“ 

Den Garten gibt es zwar im Prinzip schon genauso lange wie das Kulturhaus, doch erst vor vier Jahren hat der BUND ihn übernommen und ihn einen Lehr- und Lerngarten verwandelt. „Wir wollen hier urbane Wildnis kultivieren und erfahrbar machen“, so Sabine Schumacher vom Vorstand des Ortsverbands Soest/Welver, „da sie damit die Artenvielfalt und das Leben innerhalb der Stadt fördert.“ 

Ziel sei es, den Garten möglichst oft offen zu halten. Ein Standardtermin ist der Mittwochnachmittag, wo jeder zum Gemeinschaftsgärtnern eingeladen sei, „doch aus versicherungsrechtlichen und rechtlichen Gründen können wir ihn nicht unbeaufsichtigt ständig geöffnet lassen.“ Für den überwiegenden Teil der auswärtigen Gäste war der Besuch in dem Garten direkt neben dem Schlachthof eine Premiere. 

Am Ende gingen die Gastgeber mit allerlei Lob aus dem Fest hervor, berichtet Sabine Schuhmacher: „Wir wurden für die Niederschwelligkeit des Angebots gelobt, dafür, dass es für viele erreicht und barrierefrei ist, dass wir hier nur mit wenigen Mitteln in die Natur eingreifen und man kein Experte sein muss, um zu sehen, dass es den Insekten hier gut geht, wie sehr man hier zur Ruhe kommt und entspannen kann.“ 

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