Ampen will Solardorf werden

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Sie sind sich einig, möglichst vielen Ampern die Installation solcher Solarmodule schmackhaft zu machen: (von links) Sascha Winkelmann (Stadtwerke), Martin Albrecht, Karl-Heinz Kipp, Ulrich Dellbrügger (alle Ampen) sowie Stadtwerke-Vertriebschef Jörg Kuhlmann.

Ein Dorf will grün werden. Das jedenfalls hat sich Soests größter Ortsteil Ampen vorgenommen. Zusammen mit den Stadtwerken wollen der Ortsvorsteher, der Heimatverein und ein paar Mitstreiter möglichst viele, im Idealfall alle, Mitbürger gewinnen, sich Solaranlagen aufs Dach zu packen. 

Den Stein ins Rollen hat Karl-Heinz Kipp gebracht. Der Ingenieur ist seit acht Jahren Rentner und hat sich überlegt, „was Gutes für sein Dorf“ bewirken zu wollen. Er selber hat sich vor zwei Jahren eine Solaranlage auf das Dach seines Hauses installieren lassen („Ich bin bestens zufrieden; das läuft sowas von gut“) und will nun andere von solchen Investments überzeugen. 

Bei den Stadtwerken hat er offene Türen eingerannt. „Wir ziehen gerne mit“, sagt Vertriebschef Jörg Kuhlmann, „zumal es auch für uns eine andere Premiere ist“: Noch nie sei eine ganze Straße, eine Siedlung oder ein Dorf aufgestanden und in Sachen Solar gemeinsam nach vorn marschiert. Ob das dann in Ampen tatsächlich so kommt, muss sich noch zeigen. Ortsvorsteher Ulrich Dellbrügger ist optimistisch: „Ich habe mich mal umgehört; vielen fehlt einfach nur der letzte Kick.“ Also jemand, der die Sache für sie in die Hand nimmt oder die Interessierten rundum aufklärt.

 Genau das bietet der Soester Versorger an. Er macht den Ampern passende Angebote – egal ob sie die Anlage kaufen oder einen Dienstleistervertrag mit den Stadtwerken schließen und gleichsam nur gegen Bezahlung ihr Dach „hergeben“. Kuhlmann ist sicher, wenn er in großen Mengen Solarmodule kaufen kann, würde sich das günstig auf den Preis auswirken. Dieser Tage bekommen sämtliche Haushalte erst einmal einen von Dellbrügger und Kuhlmann gemeinsam aufgesetzten Brief und einen Fragebogen zu Klimaschutz und Solaranlagen. Beim jährlichen Neujahrsfrühschoppen am 19. Januar werden die Stadtwerke das Vorhaben ausführlich in Ampen vorstellen. 

Danach dürfte die Entscheidung für ein Sonnnenstrom-Investment bei vielen geklärt sein. Im Frühjahr könnten die ersten Anlagen montiert werden, stellt sich Vertriebschef Kuhlmann den weiteren Ablauf vor. „Wir sollten zugreifen“, findet Dellbrügger, denn gerade bei der Solarenergie ließen sich Ökologie und Ökonomie mühelos auf einen Nenner bringen.

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