Brunowall gesperrt: Soester Wall-Sanierung beginnt

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Es geht los: Die ersten Linden sind gefällt, die Wall-Sanierung zwischen Grandweger- und Ulrichertor hat begonnen.

Soest - Viele Jahre ist überlegt worden, jetzt sitzt in Sachen Wall die Zeit den Akteuren im Nacken. Weil für die Sanierung des ersten Wallabschnitts zwischen Ulricher- und Grandwegertor 22 Bäume fallen sollen und das nur bis Monatsende erlaubt ist, wird in dieser Woche richtig rangeklotzt.

Die Aufgänge zum Brunowall, wo die meisten der 22 Linden gefällt werden, sind schon fast frei; der Brunowall ist inzwischen gesperrt, damit hier kein Jogger oder Spaziergänger zu Schaden kommt. 

Auch wenn sich die Debatte in den vergangenen zwei Jahren auf Zahl und Schicksal der Bäume zugespitzt hat: Das millionenschwere Wall-Programm ist viel umfassender, hat jetzt Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer noch einmal herausgestellt. Im Kern gehe es vor allem darum, die historischen Mauern zu erhalten und sie und die Gräften für möglichst viele Menschen begeh- und erlebbar zu halten.

Die Fotos

Bäume werden auf dem Wall gefällt

Allein in den vergangenen Jahren sind bereits zwei Millionen Euro ausgegeben worden, um die schlimmsten Stellen im Mauerwerk auszubessern und die Grünsandstein-Mauern und sonstigen Wehranlagen zu restaurieren. 

Dieses Jahr steht nun der Brunowall im Mittelpunkt. Für die 22 abgesägten Linden werden 30 junge Bäume gepflanzt; die Auf- und Abgänge werden abgeflacht und verlängert, damit selbst Rollstuhlfahrer eine reelle Chance erhalten, auf die Wallkronen zu gelangen. 

Die Wege dort oben werden von Grund auf erneuert. Die alte, verschlammte Oberfläche wird abgetragen; dazu sollen nur kleine Maschinen eingesetzt werden, um die Wurzeln der verbleibenden Linden so gut es eben geht zu schonen. 

Unten in der Gräfte entsteht ein komplett neuer und künftig dreieinhalb Meter breiter Fuß- und Radweg. Und wie gesagt: Die Wallmauer wird gründlich in Schuss gebracht, Efeu und anderes Grünzeug beseitigt, da wo nötig alte Steine gegen neuen Grünsandstein getauscht und verfugt. Nach der Sommerpause soll alles erledigt sein.

Ruthemeyer freut sich auf das „neue, vorteilhafte Bild“, das der Brunowall danach abgeben soll. Es werde die Diskussion um die Arbeiten an den weiteren fünf Wällen und den Plätzen dazwischen erleichtern, wenn erst mal die Bürgerschaft sieht, was da entsteht, so das Kalkül. Wegen der üppigen Förderung von 80 Prozent der Kosten durch das Land biete sich gerade die „einmalige Chance, Soests einzigartiges Denkmal“ in Schuss zu bringen. 

Das könne gut und gern – je nach Geldfluss – zehn bis zwanzig Jahre dauern. Doch so lange habe es auch für die Soestbach-Sanierung gebraucht, und das Ergebnis sei erstklassig.

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