Breite Mehrheit für Wallentwicklungskonzept

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Was aus dem Wall werden soll, dazu gibt es im Entwicklungskonzept eine ganze Reihe von Vorschlägen.

Soest -  Im Sitzungssaal des Rathauses 2 wurde am Donnerstagabend lange und leidenschaftlich diskutiert. Dann aber wurde das Wallentwicklungskonzept bei nur einer Gegenstimme mit sehr großer Mehrheit verabschiedet und in den Rat überwiesen.

Entzündet hatte sich die lange Debatte immer wieder an verschiedenen Details, die in dem Konzept mehr oder weniger konkret benannt werden, die aber von einzelnen Mitgliedern des Ausschusses kritisch oder gar ablehnend beurteilt wurden.

Vergeblich appellierten sowohl die Ausschussvorsitzende Manuela Mewes (CDU) als auch Abteilungsleiter Olaf Steinbicker an die Runde, sich nicht zu sehr im Kleinklein zu verlieren und das Konzept lediglich als „Leitplanken“ zu verstehen, die eine grundsätzliche Richtung für den Erhalt und die zukünftige Entwicklung des Walles und der Gräften vorgeben.

In den Beiträgen von Vertretern mehrerer Fraktionen kam deutliches Unbehagen darüber zum Ausdruck, dass der Beschluss des Konzeptes dem Ausstellen eines „Blankoschecks“ für die Verwaltung gleichkommen könne, um in den kommenden Jahren konkrete Maßnahmen an der Politik vorbei durchzudrücken.

Dem widersprach besonders Rolf Meiberg (CDU). Er wies darauf hin, dass die Politik sowieso bei jeder einzelnen Maßnahme rund um den Wall gefordert sei, weil sie das nötige Geld dafür bewilligen müsse und alle Maßnahmen zum Erhalt des historischen Bauwerkes de facto zwingend erforderlich seien.

Einen nachhaltigen Wert sah der CDU-Politiker in dem Konzept aber vor allem darin, dass es weniger eine Auflistung konkreter Maßnahmen sei, als ein Gesamtwerk, das den Wall erstmals in seiner Gänze in den Fokus nehme und damit dazu beitrage, dessen tatsächlichem Wert für die Stadt gerecht zu werden.

Damit wurden dann offensichtlich auch fast alle Zweifler überzeugt.

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