Netzwerk will das Soester Klima schützen

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Die Bäume wachsen zwar nicht in den Himmel, aber untätig wollen die Akteure des Soester Klimanetzwerkes trotzdem nicht bleiben.

Soest - In Soest gibt es ein starkes zivilgesellschaftliches Engagement in Sachen Umweltschutz. Weil die NRW-Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 (LAG 21) zu diesem Ergebnis kam, will sie jetzt mit den heimischen Akteuren Strategien für eine nachhaltige Entwicklung erarbeiten. Priorität hat dabei der Klimaschutz. Und vielleicht auch die Idee, dem nächsten Soester Bördetag das Motto „Nachhaltigkeit“ zu verpassen.

Wer behauptet, die Menschen in Soest seien nicht immer so ganz weit vorne bei urbanen Entwicklungen, mag in vielen Bereichen Recht haben. Bei Themen wie Umweltschutz, Klimaschutz oder Nachhaltigkeit aber ganz sicher nicht. Jenseits zahlreicher Initiativen „von Amts wegen“ tummeln sich nämlich rund um und auch innerhalb der alten Wallmauern zahlreiche Vereine, Initiativen und Verbände, die sich längst aufgemacht haben, um nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Die LAG 21 wählte deshalb Soest als eine von 15 NRW-Städten aus, um aus den einzelnen Kräften ein starkes Bündnis zu formen. 

„Im Klimaanpassungkonzept der Stadt steht, dass die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger mit hoher Relevanz zu betreiben ist“, so Sabine Schumacher vom BUND Soest-Welver, „doch hier haben wir es mit einer Entwicklung zu tun, bei der die Zivilgesellschaft angesichts des Klimawandels aus eigenem Antrieb aktiv ist und mit hoher Dringlichkeit die Kooperation mit der Verwaltung sucht.“ 

Diese Kooperation ist seit dem jüngsten Netzwerktreffen konkreter. Da nämlich kamen Vertreter von 21 lokal agierenden Gruppen, Parteien und Verbänden zusammen, um der gemeinsamen Arbeit Form, Struktur und Richtung zu geben. Im Gebäude Kükelhaus der Soester VHS einigten sich die Akteure darauf, als Grundlage des gemeinsamen Handelns die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2013 der Vereinten Nationen anzustreben. „Das geht in alle Lebensbereiche und betrifft den Klimaschutz, die Landwirtschaft oder den fairen Handel“, so Schumacher. Für die Soester Gruppe gebe es aber eine klare Priorität: „Wir haben insbesondere den Schutz des Klimas mit höchster Handlungsdringlichkeit für unsere Gruppe festgelegt.“ 

Damit künftig der Austausch untereinander besser gelingt und zudem gemeinsame Aktionen geplant und durchgeführt werden können, soll es nun einen gemeinsamen Internetauftritt aller Gruppen geben. Da dürfen sich alle vorstellen, es soll Verlinkungen und ein Aktions-Blog ebenso geben wie einen Terminkalender mit sämtlichen Angeboten. 

In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: „Das Nachhaltigkeitsnetzwerk Soest agiert überparteilich und handelt freier als die politischen Gremien, zielt dabei auf einen nachhaltigen Lebensstil aller Bürger.“ Zudem wolle man neue Handlungsansätze und Ideen zur Gestaltung des jetzigen Lebensraums entwickeln. 

Welche konkreten Aktionen hat das neue Bündnis vor? „Wir können uns Nachhaltigkeitstage unter dem Motto ,Das gute Leben in Soest’ vorstellen“, so Sabine Schumacher. „Aber unser Traum wäre es, wenn der Bördetag 2020 unter dem Motto ,Klimaschutz und nachhaltiger Lebensstil’ stehen würde.“ 

Über die neue Initiative zeigten sich die anwesenden Lokalpolitiker erfreut. „Die Arbeit in den Ausschüssen begleiten“ sei ebenso erwünscht wie die „aktive Mitwirkung an der politischen Arbeit“. Sabine Schumacher: „Das war schön zu erleben, dass sich hier ein breites Bündnis aufstellt und auf ein gemeinsames Ziel zusteuert. Das stimmt mich hoffnungsfroh“.

Nächstes Treffen

Das nächste Netzwerktreffen findet am Mittwoch, 26. Juni, ab 17.30 Uhr im VHS-Haus Kükelhaus statt. Dann geht es vor allem darum, konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Das Treffen ist offen für neue Akteure. Fragen zum Treffen, zum Bündnis und zur Mitarbeit beantwortet Sabine Schumacher unter bund.soest-welver@bund.net

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