Börde-Autoren wollen jetzt Soest erobern

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Diese drei machen gemeinsame Sache: Dr. Wolfgang Pippe und Rudolf Köster von den Börde-Autore und Frank van den Bremt vom "Röstaroma"

Soest – Die Soester Kulturszene bereichern und die Leute zum Lesen bringen – das war bei der Vereinsgründung vor gut einem halben Jahr das erklärte Ziel der Börde-Autoren. Viel haben sie schon erreicht.  Jetzt wollen sie mit ihrer Lesereihe „Literarisches Röstaroma“ auch Soest erobern.

Erster Termin ist am kommenden Mittwoch, 20. Februar, um 19 Uhr im Café Röstaroma, Rathausstraße. Einige der zwölf Gründungsmitglieder lesen aus ihrer ersten gemeinsamen Anthologie „bördeweit“. 

Als die Börde-Autoren bei Frank van den Bremt wegen ihrer Lesung vorsprachen, rannten sie beim „Röstaroma“-Inhaber offene Türen ein. „Hier gehört Kultur hin“, sagt er über sein zentral gelegenes Café. Einige entsprechende Veranstaltungen hat er schon erfolgreich hinter sich gebracht. 

Im Verein Börde-Autoren haben sich Bücherfreunde zusammengefunden, die selber literarisch tätig sind. Zunächst war ihr Ziel, sich gegenseitig Hilfestellung zu geben, vor allem sich über Möglichkeiten zur Veröffentlichung ihrer Texte zu informieren.

 14 Mitglieder hat der Verein inzwischen, die sich regelmäßig zusammenfinden. Im vergangenen Sommer verfassten sie die Fortsetzungsgeschichte „Tod im Teich“, die im Soester Anzeiger veröffentlicht wurde. Jedes Mitglied dachte sich eine Folge aus. „Bei unseren Monatstreffen sind fast immer alle dabei“, freut sich Rudolf Köster, ein „Mann der ersten Stunde.“ 

Die Treffen sind nicht nur hilfreich, weil sich die Autoren gegenseitig Tipps geben, wenn’s mal beim Schreiben stockt. Da hilft es manchmal schon, wenn einfach nur ein Kundiger zuhört oder sagt, was er beim Lesen eines Textes empfindet. Die Treffen sind auch eine Art Qualitätskontrolle. „Wer bei uns mitmachen möchte, sollte schon etwas veröffentlicht haben“, sagt Dr. Wolfgang Pippke, der ebenfalls

von Anfang an dabei ist und schon mehrere Bücher herausgebracht hat. Jetzt sind die Börde-Autoren gespannt auf die Resonanz zu ihrer ersten Lesung. Einmal monatlich wollen sie künftig ins „Röstaroma“ einladen. Im März – das steht schon fest – lesen Julia Beylouny und Monika Loerchner. Dann geht es um das Thema Hexen.

Die Anthologie "bördeweit"

14 Geschichten, Gedichte und Erzählungen von zwölf Autoren vereint die erste Anthologie der Börde-Autoren mit dem Coverbild des Soester Künstlers Richard Cox. Der Titel lässt die Zielrichtung erkennen: „bördeweit“ streuen die Schriftsteller ihre Themen. Zwischen Möhne und Lippe, Welver und Warstein sind Lokal- und Liebesgeschichten, Limericks und Lustiges (manchmal auch Melancholisches) angesiedelt. Die Autoren sind dem Westfälischen, dem Bördetypischen auf der Spur. Stadtarchivar Dr. Norbert Wex stellt im Vorwort die Frage, ob die Börde in globalisierten Zeiten dem Leser dank dieses Buches nun ferner oder näher rückt. Und er gibt auch gleich die Antwort: „Wir können überall hin – und die Börde nun in Buchform mitnehmen.“ Die Anthologie erscheint in einer Auflage von 200 Exemplare und ist für 15 Euro im heimischen Buchhandel sowie für 12 Euro während der Lesungen bei den Autoren zu haben.

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