Blues Caravan macht zum 12. Mal vor vollem Soester Haus Station

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Zum Schluss des Konzerts stehen alle gemeinsam auf der Bühne.

Soest- Seit 2005 ist der Blues Caravan jeweils zu Beginn des neuen Jahres Gast in Soest. Die Qualität des Programms hat sich längst herumgesprochen und garantiert ein volles Haus. Die Plattenfirma Ruf Records stellt die Musiker, die gemeinsam auf Tour gehen, immer neu zusammen. 2017 heißt das Motto „Blues Got To Soul“. Mit dabei sind Big Daddy Wilson, Vanessa Collier und Si Cranstoun. In diesem Jahr starten sie ihre 28 Konzerte umfassende Tour im „Alten Schlachthof“.

Zum Auftakt spielen alle drei Künstler gemeinsam den Ray-Charles-Klassiker „Unchain My Heart“, vielen in der Version von Joe Cocker bekannt. Dann ist die Amerikanerin Vanessa Collier mit ihrem Soloauftritt dran. Zum ersten Mal in Europa, stellt sie ihr Debütalbum „Heart, Soul & Saxophon“ vor. Der Titel ist Programm. 

Die Lieder beginnen mit gefühlvollen Gesang, nehmen aber richtig Fahrt auf, wenn sie zum Saxofon greift. Vanessa Collier spielt mit unglaublichem Gefühl und Leidenschaft. Das Publikum bedankt sich nach jedem Solo mit heftigen Applaus. Vanessas Songs sind Soul, gemischt mit Funk und einer Prise Jazz. Unterstützt wird sie von der Blues Caravan Band mit Laura Chavez an der Gitarre. 

Blues Caravan im Kulturhaus "Alter Schlachthof"

Als nächster darf Si Cranstoun seine musikalische Visitenkarte abgeben. Der Engländer sammelte seine ersten Erfahrungen in den Straßen von London. Im August 2016 hatte er sein neues Album „Old School“ bei Ruf Records im besten Vintage Rhythm’n’Blues-Stil veröffentlich. Deshalb wird seine Stimme gern mit Jackie Wilson und Sam Cooke verglichen. Seine Lieblingssongs wie „Coupe De Ville“ und „Dynamo“ verbreiten einen unverkennbaren gute Laune Beat. 

Nach der Pause hat Big Daddy Wilson endlich seinen großen Auftritt. Wilson Blount, so sein bürgerlicher Name, kam durch den Militärdienst nach Deutschland. 2014 erhielt er dem „Blues in Germany Award Acoustic“. Sein warmer bluesiger Bariton erinnert an Barry White und Ray Charles. Seine verlangsamten Soulrhythmen erlangen eine schon fast hypnotische Intensität. Seine Songs bestechen durch eine radikale Reduktion auf das Wesentliche. Wenige Akkorde als Grundgerüst, werden von seiner warmen Stimme zusammengehalten.

 Traditionell kommen die Musiker des Blues Caravan am Ende des Konzerts noch einmal gemeinsam auf die Bühne. Gemäß dem aktuellen Titel ihrer Tour „Blues Got to Soul“ interpretieren sie die Soul-Klassiker der 50er und 60er Jahre wie „Stand By Me”, „Bring It On Home To Me” und „Twistin’ The Night Away” von Sam Cook und Ben E. King. Die begeisterten Zuschauer erklatschen drei Zugaben. Nach über drei Stunden „Blues Got To Soul“ ist Schluss. Zuschauer und Band gehen nach Hausse – zufrieden mit dem gelungenen Tour-Auftakt. - jos

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