Blick in die Zukunft: Archi-Schüler versuchen sich im Touch-Tomorrow-Truck

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Das Mindball-Play ist ein großes Highlight im Touch-Tomorrow-Truck.

Soest – Wie lebe und arbeite ich morgen? Eine Antwort auf diese Fragen bekommen derzeit die Schüler des Archigymnasiums mithilfe des Touch-Tomorrow-Trucks, der vom 20. bis 28. November an der Schule Halt macht.

Dieser innovative Lkw zeigt Schülern an neun Stationen, wie das technische Leben in der nahen Zukunft aussehen könnte. Dabei gibt er ihnen Auskunft, welche berufliche Orientierung nach Schulabschluss Sinn ergeben könnte. Die Idee dahinter ist einfach. Schüler sollen durch das Erleben und Ausprobieren von Zukunftstechnologien für Bildungs- und Berufswege im MINT-Bereich (MINT=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) gewonnen werden. 

Gestern hatte der Physikleistungskurs der Q1 das Vergnügen, den Truck zu testen. Schon nach kurzer Zeit leuchteten die Augen Schüler. „Wahnsinn“ oder „Wow“ hallte es durch den zweistöckigen Truck. In der Tat ist das Angebot faszinierend. Ein Beispiel ist das sogenannte „Mindball-Play“. An dieser Station legt der Spieler zunächst ein Stirnband an, das ähnlich wie ein EEG funktioniert. Dieses Gerät hat zwar nichts mit einem späteren Berufsbild zu tun, aber zeigt eindeutig, was bereits heute technisch möglich ist. Auf einem Bildschirm muss der spieler eine rollende Kugel durch einen Parcours befördern. Allerdings hat die Person nicht wie bei einer Play Station einen Controller in der Hand. Nein – die Kugel bewegt sich nur durch Gedankenkraft. „Der Schlüssel ist Konzentration und gleichzeitige Ruhe dabei“, sagt MINT-Coach Dr. Alexandra Boeske, Mitarbeiterin beim Touch-Tomorrow-Truck. Wer gut ist, schaffe den Kurs in unter einer Minute. Der bundesweite Rekord liegt bei 54 Sekunden. Die Archischüler hatten ein gutes Gefühl: Ihre Bestzeit lag bei 57 Sekunden. 

Auch die anderen Stationen haben es in sich. Da wäre der „Hyperloop“. Diese Magnetschwebebahn steht für die Mobilität der Zukunft. In einem Vakuum kann der Zug eine Geschwindigkeit von 1000 Kilometern die Stunde erreichen. Alexandra Boeske erklärt: „Damit kann die Strecke von Berlin nach München in 46 Minuten absolviert werden.“ In der oberen Etage geht es um die moderne Arbeitswelt. Mit dem sogenannten „MIND-Navi“ können Schüler durch wenige Tastendrücke erfahren, welche Studiengänge oder Ausbildungen für sie geeignet sind. 

„Die Schüler sind motiviert, da sie die Dinge ausprobieren können. Das können wir im Unterricht nicht“, sagt Lehrerin Amelie Habersetzer. Das Projekt wird gefördert durch die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, die mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung kooperiert.

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