Jury wählt fünften Simplizissimus-Preisträger aus

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Vier Juroren sichten die Bewerberunterlagen

Soest -Konzentrierte Stille herrscht im Kunstsaal des Kreiskunstvereins an der Klosterstraße. Fünf Juroren prüfen die auf langen Tischen ausgebreiteten Unterlagen. Sie wählen die Teilnehmer der Ausstellung „Die Erben Wilhelm Morgners – Hommage an einen Westfalen” und den Träger des Simplizissimus-Förderpreises aus.

Die Juroren:


Dr. Dorit Litt, Kulturhistorikerin

Dr. Klaus Kösters, früher Museumsamt Münster

Dr. Annette Werntze, Soester Museumsleiterin

Walter Weihs, Wilhelm-Morgner-Kenner

Zum fünften Mal haben die Stadt Soest und der Kunstverein Kreis Soest in gemeinsamer Trägerschaft dieses jurierte Jahresausstellung ausgeschrieben. In Erinnerung an den großen, prägenden Expressionisten (1891-1917) sollen Originalität und Eigenständigkeit von Künstlern gewürdigt werden, die wie einst Wilhelm Morgner mit Westfalen verbunden sind.

Die letzte Ausstellung liegt fünf Jahre zurück unter anderem, weil das Museum, in dem die Ausstellung traditionell gezeigt wird, wegen Umbaus für mehr als anderthalb Jahre geschlossen war. Anders als der zehn Mal so hoch dotierte Wilhelm-Morgner-Preis, der nur an Maler vergeben wird (der anzeiger berichtete), sind der mit 1500 Euro ausgestattete Simplizissimuspreis und die dazu gehörige Ausstellung für fast alle Genres der bildenden Kunst – außer für Videos – ausgeschrieben. „Es sind viele Objekte und Installationen unter den Bewerbungen”, berichtet Kunstvereins-Vorsitzende Inga Schubert-Hartmann. 394 Werke von 105 Künstlern müssen die fünf Juroren diesmal begutachten und beurteilen.

Zu Beginn der Ausschreibungen im Jahre 2003 waren es nur ungefähr halb so viele Bewerber gewesen, ihre Zahl stieg im Laufe der Jahre kontinuierlich an. Wichtiges Kriterium für die Bewerbung ist eine Verbindung des Künstlers oder seines Werks zu Westfalen. Schon allein darum haben sich viele wieder angemeldet, die bereits früher im Kunstsaal oder im Wilhelm-Morgner-Haus ausgestellt hatten. Von Stuttgart bis Berlin reicht diesmal das Einzugsgebiet.

Die Ausstellung wird mit der Nennung des Förderpreisträgers am Sonntag, 2. Oktober, eröffnet und ist bis zum 20. November zu sehen. Im Laufe der Schau ermitteln die Besucher den Publikumspreisträger, der 500 Euro bekommt und zum Schluss bekanntgegeben wird.

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