Am Ende war der Durchblick nicht mehr soooo gut..

Ein Besuch auf dem Pferdemarkt: SO siehts nämlich aus!

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Bei einem derartigen Besucherandrang verliert man irgendwann den Durchblick. Ob mit oder ohne Alkohol.

Soest - Der Besuch des Pferdemarktes am Donnerstagmorgen ist eine wunderbare Gelegenheit, in geselliger Runde alte Freunde zu treffen und neue zu finden und dabei auch noch viel zu lernen über die bäuerlich geprägte Kultur der Börde – ja nee, ist klar: Hier wird gefeiert, gefeiert, gefeiert, SO sieht’s aus!

Und ich, der Reporter, werde dafür bezahlt, darüber zu schreiben: Augen auf bei der Berufswahl, würde ich sagen! Los geht’s. Dass das mal klar ist: Namen sind am Kirmesdonnerstag grundsätzlich Schall und Rauch, also wäre es nichts als ein blöder Zufall, wenn irgendeiner der hier in den nächsten Zeilen auftauchenden Charaktere tatsächlich so heißen würde, wie ich ihn nenne. 

Das gilt möglicherweise auch für Kneipier Thorsten, respektabler Soester Gastronom mit einer kleinen Batterie von mobilen Tränken für ernsthafte Trinker und Amateure. Zwischen Osthofentor und Plange-Platz ist sein Revier. Nach einer kurzen Nacht ist er schon seit dem Hähnekrähen wieder auf den stämmigen Beinen, sagt er. Nur aus Gründen der Leser-Blatt-Bindung – Ehrenwort, Chefin! – trinke ich mit ihm das Pferdemarkt-2019-Premieren-Bier. Läuft.

Anzeiger-Redakteur Achim Kienbaum (links) erlebte den Pferdemarkt auf besondere Art und Weise.

Der Andrang ist noch überschaubar, Thorsten weiß wieso: „Es wird immer mehr gebruncht, bevor es losgeht“, erklärt er mir beim zweiten Bier. Klar, dass dann der Aufschlag auf dem Pferdemarkt erst entsprechend später erfolgen kann. Hat den Vorteil, dass die Wartezeit fürs dritte Bier an Thorstens Premium-Tränke nicht der Rede wert ist. Muss dann aber echt los. 

Zeit für was Festes – also nicht so liebesmäßig, das ist heute aber eh nicht so on voog. Pferdemarkt ist so ein gruppendynamisches Ding, das bei Tageslicht nur mit Geschlechtsgenoss(inn)en zu funktionieren scheint: Jungs gehen mit Jungs, Mädels mit Mädels. Später weiß ich nicht. Nee, ich meine Festes ernährungstechnisch, also Festes wie Frühstück. Soll wichtig sein für ne gute Grundlage heute. Weiß aber nicht mehr, wer das mal gesagt hat. 

Pferdemarkt: Die Fotos

Kirmes-Donnerstag mit Pferdemarkt

Jürgen und Jürgen (ok, hab ich mir jetzt ausgedacht), die ich an der ersten Grillbude treffe, die plötzlich da steht, setzen bei der ersten Mahlzeit des noch frühen Tages auf ne fette Bratwurst. Ich kann das nicht. Noch ein Bier, das wohl. Und noch eins auch. Und n paar mehr. Langsam wird mir kuuschliger an diesem trübenden und kühlen Morgen. Wird auch immer voller. Ich auch. 

Da kommt mir Daniel gerade recht: Der kommt aus der Stadt der echten Liebe, sagt er, und erklärt mir die Vorzüge von Schnucken-Fellen – Kopfkino läuft, aber er meint Schafe. Von Überziehern fürs Autolenkrad bis zur meterlangen Ware in allen möglichen Farben (sogar pink!!!) hat er sein haariges Sortiment ausgebreitet und verkauft es sogar. Nicht an mich, wegen der Biere 11 und 12 – Leser-Blatt-Bindung, Chefin, du weissst schoon – hab ich irgendwie grade keine Hand frei. Echt verdammt voll hier. 

Hab’s dann auch fast geschafft. Fast. Da kollidieriere ich mit nem Fensterrahmen. Wo kommt der denn her? Ah ja: Karsten hat den da hingestellt. Der hat Durchblick, issn Profi mit Fenstern. „Nich schlimm“, sagt er, glaube ich, „nix passiert.“ 

Na ja, dem Fenster nich. Aber Durchblick is jetz nich mehr soooo gut. Sorry Chefin. Mache dann mal Feierabend. Iss auch gleich 12.

Die Allerheiligenkirmes im Überblick

Alle Fotos der Kirmes und des Pferdemarktes und spektakuläre Videos haben wir in unserer Multimedia-Übersicht für Sie gesammelt.

Bereits am Mittwoch musste die Polizei zu mehreren Einsätzen ausrücken und Anzeigen fertigen, das zeigt die Mittwochs-Statistik. Am Freitag werden wir einen Überblick geben, wie diese Statistik sich am Pferdemarkt-Donnerstag entwickelte.

Zu viel getrunken hatte bereits am Mittwoch ein Kirmesbesucher. Er verpasste wohl den letzten Zug, wollte am frühen Morgen in den Zug Richtung Hamm steigen und landete im Gleisbett.

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