Die Wahrheit auf dem Platz: Dramen, Damen und Siegertypen

Beim 16. Soester Promikick gab es Sieger, wohin die Augen blickten - Video

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Gegen die Streber vom FC Pauker mussten die „Flinken Pinken“ noch klein beigeben. Der FC Robe musste das später ausbaden.

Soest - Wer auf den Anblick von Siegern steht, der wusste in der Bördehalle gar nicht wohin mit seinen Augen – von denen gab es nämlich auf dem Spielfeld jede Menge, und nicht alle von ihnen errangen diese Siege mit dem Futsal.

Da wären nämlich zunächst einmal, ganz vorne weg, die jungen Damen und Mädchen der „Kangaroos“ aus Werl zu nennen, die mit ihrer mitreißenden Akrobatik am Boden und hoch oben in der Luft bei ihren Flugeinlagen die Herzen und Hände der Zuschauer in der Pause im Sturm eroberten. In 16 Jahren hatte der Promikick viel gesehen – so etwas aber noch nicht. 

Und dann war natürlich wieder Zeit für die Kicker auf dem Platz. Und auch da suchte das Auge vergebens nach Verlierern: Wer gedacht hatte, die reine Frauentruppe „Flinke Pinke“ wäre dankbares Kanonenfutter für die sportlich sichtlich ambitionierten und männlich dominierten Gegner-Teams, der sollte mal die Rechtsvertreter vom FC Robe fragen: Die kassierten im allerletzten Gruppenspiel Sekunden vor Schluss nach einem Bilderbuchkonter der eigentlich eher dem Hockeyschläger zugetanen Frauen das 2:4. 

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Pikant: Die selben Überflieger hatten kurz zuvor die „Sägespäne“, eine mit versierten Kickern gespickte Mannschaft, mit 2:1 auf den Holzweg geschickt – das sollte die Handwerker später noch die Finalteilnahme kosten. 

Überhaupt die Frauen: Sie taten nicht nur, wie zum Beispiel Anja Brandenburg beim Lehrerteam „FC Pauker“, eine Menge für die Tore-Konten ihrer Mannschaften, sie schienen auch an Tempo und Kondition zumindest einigen der männlichen Kontrahenten und Mitspieler die Hacken zu zeigen. 

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Wie es so ist, wenn sich insgesamt zehn Teams in zwei Gruppen miteinander messen, gab es jede Menge kleine und große Dramen auf dem Platz und am Rande, auch wenn manche nur erkannt wurden von denen, die genauer hinschauten. 

So fragte sich der Kenner, wann Rolf Meiberg, ämterweise in vielen Sätteln zu Hause und einer von denen, die die Füße beim Promikick einfach nicht stillhalten können, neben seiner hinlänglich bekannten „echten Liebe“ zu den schwarz-gelben Herzensbrechern in Dortmund auch die zu den Soester Kirmesfreunden entdeckt hatte – für die Neulinge im Teilnehmerfeld lief er nämlich auf, nachdem sein Ur-Team, der FC Parlament, in diesem Jahr nicht am Start war.

 Oder die verschlagenen „Gipsy Kings“, das Team des Klinikums Stadt Soest: Das präsentierte sich beim Einlaufen vor Beginn der Spiele noch – nomen est omen – mit Gipsarmen. Wohl dank einer Spontanheilung fielen die aber mit dem Anstoß zum ersten Spiel weg – und so konnte sich das medizinische Personal mit voller Kraft ins Getümmel werfen. Die allerdings erlahmte später im direkten Duell mit dem FC Skalpell, der Vertretung des Marienkrankenhaus, die sich mit 4:0 durchsetzte und so ungeschlagen die Finalteilnahme sicherte.

Dort ging es gegen den ebenfalls ungeschlagenen FC Pauker – die Streber aus den Lehrerzimmern mehrerer Soester Schulen. Und die erteilten dem FC Skalpell tatsächlich mit einer Kraftanstrengung eine letzte Lektion und gewannen das Endspiel mit 2:0 – und trugen sich damit in die Annalen des Promikicks ein. Auf ihrem Zeugnis und dem des Turniers steht dafür – klar – eine glatte 1!

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