Fast sechsstellige Zahl

Zu so vielen Einsätzen rückte die Polizei im Kreis Soest 2018 aus!

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Sie stellten die Einsatzstatistik 2018 der Kreispolizei vor (von links): Michael Schürenberg (Zentrale Aufgaben), Polizeichef Jochen Brauneck, Landrätin Eva Irrgang und Oliver Topp (Leiter Einsatztrupp).

Kreis Soest - Wer beruflich eine ganz ruhige Kugel schieben möchte, der sollte um die Soester Kreispolizei einen Bogen machen. Die Behörde stellte jetzt ihre Einsatzzahlen für das vergangene Jahr vor – ein Leistungsnachweis, der für vieles steht, für Langeweile aber ganz sicher nicht.

Polizeichef Jochen Brauneck weiß das zwar alleine schon aus seinem Alltag in der Dienststelle, die passenden Zahlen hat er aber trotzdem parat.

Insgesamt 82 914 Mal rückten seine Mitarbeiter in den fünf Wachen im Kreisgebiet aus – weil sie von Bürgern angefordert wurden (37 330), weil es aus Ermittlungs- oder anderen Gründen „eigenveranlasst“ nötig war (23 097) oder zu Kontrollen, zum Beispiel des Verkehrs, oder um Präsenz zu zeigen an kommunalen Einrichtungen wie Flüchtlingsunterkünften und anderen (22 487). 

2017 waren es noch mehr Einsätze

So beeindruckend diese hohe Gesamtzahl von Einsätzen angesichts von „nur“ 418 Polizisten – 316 Männer, 102 Frauen – auch ist, wahr ist auch: Im Vergleich zu 2017 war ein Rückgang um rund 4 800 Einsätze zu verzeichnen, nicht nur für Brauneck ein Beleg dafür, dass sich „die Bürger im Kreis Soest darüber freuen können, dass sie in einem sehr sicheren Umfeld leben“. 

Mit jeweils rund 30 Prozent sind die Wachen in Soest (zuständig für das Soester Stadtgebiet, Lippetal, Bad Sassendorf und Möhnesee) und Lippstadt (neben Lippstadt auch Erwitte und Anröchte) für den Löwenanteil an den Einsätzen verantwortlich, die stärker ländlich geprägten Einzugsgebiete der Wachen in Werl (19 Prozent), Warstein (13) und Geseke (6) sind dagegen deutlich ruhiger. Diese Verteilung entspricht weitgehend der des Jahres zuvor. 

Das beschäftigt die Polizei besonders

Für Jochen Brauneck ist klar, was seine Mitarbeiter besonders auf Trab hält: Es sind verschiedene Faktoren, die es so in vergleichbaren Behörden nicht gebe, die aber bei der Verteilung von Personal weitgehend unberücksichtigt blieben Und dann zählt er auf: „Wir haben hier relativ viele Unterkünfte für Flüchtlinge, in denen wir Präsenz zeigen – und in Soest wird bald noch eine hinzukommen. 

Öffentliche Großveranstaltungen wie die Kirmes in Soest und die Herbstwoche in Lippstadt, aber auch Sportveranstaltungen wie die Ligaspiele des SV Lippstadt binden viele Kräfte. Die Forensik in Eickelborn und die JVA in Werl sind Einrichtungen, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beeinflussen und von uns Präsenz erfordern“. 

Kein Wunder also, dass es bei der Soester Kreispolizei ohne Überstunden nicht geht: Ende vergangenen Jahres hatten sie sich, auch diese Zahl wurde genannt, auf 36 530 addiert. Die halbwegs zeitnah abzubauen, ist eine gewaltige Herausforderung – und erfordert ebenfalls eine Menge Einsatz.

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