Stadtentwicklungsausschuss ringt um Umwelt-Vorgaben für Häuslebauer:

Baugebiet „Soest-Nord“ mit mehr Bäumen

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Aus diesem Acker sollen 597 Wohneinheiten wachsen – und mehr Bäume als zunächst vorgesehen.

Soest – Die Planungen für das Baugebiet „Soest-Nord“ werden öffentlich ausgelegt. Das beschloss der Stadtentwicklungsausschuss in seiner jüngste Sitzung mit großer Mehrheit.

Zuvor hatte es um die Ausgestaltung des mit 597 Wohneinheiten geplanten Neubaugebiets zwischen dem Weslarner Weg und der Oestinghauser Landstraße eine mehr als dreistündige Debatte gegeben. Insbesondere die Umweltfaktoren wie Baumpflanzungen auf den öffentlichen Flächen, Steingärten in Privatgärten oder mögliche Vorgaben hinsichtlich energieeffizienten Bauens, Dachbegrünungen oder einer verpflichtenden Nutzung von Photovoltaik-Anlagen sorgten für einen intensiven Meinungsaustausch. Für ein gutes Klima soll nach den Planungen die auf den Satteldächern einheitliche Nutzung roter Dachpfannen ebenso sorgen wie die zwingende Begrünung der Flachdächer oder die Vorgabe, in jedem Privatgarten mindestens einen Baum zu pflanzen. Hans Olmer (SPD) setzte sich zudem dafür ein, Steingärten zu verbieten, Werner Liedmann (Grüne) forderte mit einer festgesetzten KW55-Bauweise einen höheren Energieeffizienzstandart für alle Bauten, „um unserer Verantwortung und den CO2-Zielen in irgendeiner Art gerecht zu werden“. 

Gegenwind gab es von Bernd Milke (FDP) und Willi Fischer (SO), denen die unbekannte Höhe der Mehrkosten ein Dorn im Auge war. Einstimmig votierte der Ausschuss für den Vorschlag, auf den Wohnstraßen mehr Bäume im öffentlichen Raum unterzubringen, dafür nur auf einer Seite der Fahrbahn einen Fußgängerweg einzuplanen. Die Baumreihen sollen nun durch jeweils eine Parkbucht unterbrochen werden.

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