Bahnhofsvorplatz soll neu gestaltet werden: Jetzt sind die Tage der Schrotträder gezählt!

+
Das unansehnliche Fahrrad-Chaos am Bahnhof soll durch eine neue Ordnung ersetzt werden. Der Zweckverband NWL gibt das Geld dazu.

Soest - Schön ist er nicht, der erste Eindruck, den Soest-Reisende haben, wenn sie mit dem Zug ankommen. Das soll sich nun ändern.

Reihenweise schrottreife Fahrräder, teils von Rost und meist von Krähenkot überzogen, „zieren“ den Südausgang des Bahnhofs. Die Stadt müht sich zwar seit Jahren redlich, in regelmäßigen Abständen die Räder zu entsorgen, die augenscheinlich zum Vergammeln dort abgestellt wurden, doch der wenig schöne Gesamteindruck ist nach jeder Aufräum-Aktion meist binnen weniger Wochen wieder hergestellt.

Jetzt soll über eine grundsätzliche Neugestaltung des Bereichs nachgedacht werden. Den finanziellen Spielraum für die Überlegungen spendiert der „Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe“ (NWL). 193.800 Euro will der Verband dafür locker machen, die Stadt muss lediglich einen Eigenanteil von zehn Prozent tragen.

Gespräche nach der Sommerpause

So teilte es Günter Fiedler, stellvertretender Landrat des Kreises Soest und Vorsitzender der SPD-Fraktion im NWL, mit. Wie genau der Problem-Parkplatz für Pedalfahrzeuge am Ende gestaltet werden soll, darüber muss die Politik sich nach der Sommerpause unterhalten, erklärt Thorsten Bottin, Sprecher der Stadt Soest.

Auf jeden Fall soll von dem Geldsegen auch noch etwas für die andere Seite des Bahnhofs übrig bleiben. Dort steht für die Autos schon seit langem ein Parkhaus, unter dessen Dach auch noch ein regengeschütztes Plätzchen für bis zu 120 Fahrräder wäre. 

So soll die Fläche hergerichtet werden

Das muss nur noch entsprechend hergerichtet werden, weiß Bottin. Momentan sei die dafür vorgesehene Fläche noch geschottert, für die Fahrräder bekomme sie dann einen festen Untergrund. Wie genau das am Ende aussehen wird – auch darüber dürfen sich demnächst die Volksvertreter Gedanken machen. 

Aus der gleichen Geldquelle werden in absehbarer Zeit weitere 302 000 Euro sprudeln. Mit dieser Summe wird der bereits begonnene barrierefreie Ausbau der Bushaltestellen bezahlt. Sechs Haltepunkte mit jeweils zwei Haltestellen (auf jeder Straßenseite eine) haben die Planer im Rathaus als Nächstes auf der Liste. 

Das sind sie: „Dorfteich“ und „Mühlenweg“ in Deiringsen, „Schwefer Straße“ in Ampen sowie „Bergede Mitte“, „Ostönner Kleinbahnhof“ und „Grandweger Tor“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare