„Es wird immer schlimmer“?

Polizeidirektor: Weniger Kriminalität am Soester Bahnhof - das sagen die Zahlen

Rettungswagen vor dem Bahnhof: Viele Soester meinen, dass die Kriminalität hier zunimmt. Doch die Zahlen der Polizei sprechen eine andere Sprache.
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Rettungswagen vor dem Bahnhof: Viele Soester meinen, dass die Kriminalität hier zunimmt. Doch die Zahlen der Polizei sprechen eine andere Sprache.

Mit Erstaunen hat der heimische Polizeidirektor Thomas Link die Lesermeinungen zum Thema Kriminalität am Bahnhof zur Kenntnis genommen. 

Soest - Viele Soester hatten zuletzt die Situation in der Bahnhofsnähe beklagt und in den sozialen Medien den Wunsch geäußert, dass die Polizei dort mehr Präsenz zeigen oder sogar eine Dienststelle in dem Gebäude einrichten soll.

„Wir haben die Zahlen ausgewertet – mit dem Ergebnis, dass genau der gegenläufige Trend der Fall ist: Von 2019 bis 2021 haben wir im Zeitraum Januar bis August 51 Prozent weniger Vorfälle im unmittelbaren Bereich des Bahnhofs“, erklärt Link.

Kriminalität am Soester Bahnhof: Zahl der Straftaten sinkt von 150 auf 73

Vor zwei Jahren hatten es die Beamten der Statistik zufolge in den ersten acht Monaten mit 150 Straftaten zu tun, in diesem Jahr waren es schon nur noch 73.

Der Eindruck, dass die Lage im Bahnhofsumfeld immer schlimmer wird, entstehe auch durch die konzentrierten und häufigeren Polizeieinsätze in dem Bereich. „Wir sind nicht immer da, weil etwas passiert ist, sondern oftmals eben auch, damit nichts passiert.“

Die meisten der Straftaten am Bahnhof drehen sich um das Betäubungsmittelgesetz, sprich Drogenkriminalität (in diesem Jahr zehn der 73 Vorfälle). Bei jeweils sechs Fällen ging es um Beleidigung und Fahrraddiebstahl. Hinzu kommen zwölf Körperverletzungen, davon sechs gefährliche.

Zuletzt geriert der Bahnhofsvorplatz wegen einer Messer-Attacke in die Schlagzeilen.

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