Auf der Automeile im Soester Westen tut sich gerade eine Menge

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Mehr als 70 Jahre prägte das Autohaus Rosenthal & Rustemeier die Kreuzung am Westenhellweg Ecke Kölner Ring. Jetzt steht ein Umzug an.

Soest – Es ist seit Jahrzehnten „die“ Soester Automeile – der Westenhellweg und die Werler Landstraße im Soester Westen. Jetzt tut sich gerade wieder etwas auf der Strecke.

Nachdem Max Moritz (VW und Audi) vor zwei Jahren in die Insolvenz geschliddert sind und seither die Hallen und Flächen brach liegen, plant der alteingesessene Soester Automobil-Händler Rosenthal & Rustemeier (Opel und andere Marken) einen Umzug an den Max-Moritz-Standort. 

Die Aufgabe der alten Liegenschaft direkt an der Ecke zur Ringstraße nur ein paar hundert Meter entfernt ist ganz praktischer Natur, sagt Bernhard Rosenthal, geschäftsführender Gesellschafter des Autohauses. Denn die ältesten Teile des Betriebs hier haben fast 80 Jahre auf dem Buckel und seien nicht mehr zeitgemäß: „Eine Ausstellungshalle auf drei Etagen hat heute niemand mehr.“ 

Die Bauten der Soester Familie Lange, in denen Max Moritz wirkte, seien viel jünger und zeitgemäßer, die Abläufe könnten effizienter gestaltet werden: Die Werkstatt- und Verkaufshalle liegen alle parterre auf einer Ebene. Und: „Hier gibt es nicht fünf verschiedene Heizungen, sondern nur eine“, erläutert Rosenthal. 

Genau genommen geht es um das Areal zwischen McDonald’s und Möbel Roller. Für den Teil 2 der ehemaligen Max-Moritz-Adresse an der Ecke zur Märkischen Straße hat sich bereits vor Monaten eine Nachfolge-Lösung abgezeichnet: Die auf Fahrräder spezialisierte Bikes & Outdoor Company, die heute schon 30 Filialen in Deutschland unterhält, will hier einziehen. Derzeit wird kräftig renoviert. 

Ob Rosenthal & Rustemeier ie neue Adresse im Westen pachten oder kaufen, sei nicht endgültig entschieden, sagt Bernhard Rosenthal. Der Umzug aber sei fest gebucht; bis zur Jahresmitte will der Autohändler in den neuen Räumen an den Start gegangen sein. 

„Noch nicht spruchreif“ sei zudem, was aus der alten, 12 500 Quadratmeter großen Grundstück am Ring werden soll. Die Stadt sieht das Gelände als gewerblichen Standort, für den es aktuell nur einen „ausschließenden Bebauungsplan“ gibt, sagt Beigeordneter Matthias Abel. 

Ausschließen bedeutet: Sämtliches Gewerbe, das der Innenstadt schadet wegen Konkurrenz (etwa Supermärkte) ist verboten. Alles andere etwa Angelbedarf, Fahrräder, Tierzubehör, Ungewöhnliches“ sei erlaubt. Von Plänen, dort Wohnhäuser zu bauen, ist der Stadt nichts bekannt. Es gibt auch keine offizielle Bauvoranfrage. Sollte so eine Anfrage kommen, müsste erst einmal geprüft werden, ob es dort nicht wegen Lärms zu Problemen komme.

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