Ausstellung zur Hexenverfolgung

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Pfarrer Hartmut Hegeler aus Unna hat die Ausstellung „Anton Praetorius und die Hexenprozesse“ entwickelt.

KREIS SOEST - Die üble Nachrede, die Suche nach dem Sündenbock, Neid, Habgier und Rachegelüste: „Die alten Mechanismen wirken auch heute noch“, sagt Pfarrer Hartmut Hegeler. Bei einem Vortrag in Soest stimmt er seine Zuhörer kürzlich nachdenklich, als er über die Hexenverfolgungen sprach – auch in Soest und in der Börde.

Im Rahmen des Jahres „Reformation und Toleranz“ veranstaltet der Evangelische Kirchenkreis eine Themenwoche zur Hexenverfolgung. In diesem Zusammenhang wird am Donnerstag, 21. November, um 15 Uhr im Kreishaus die Ausstellung „Anton Praetorius und die Hexenprozesse“ eröffnet.

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Die Ausstellung führt Ausmaß und Hintergründe der Hexenverfolgung des 16. bis 18. Jahrhunderts und Leben und Wirken des in Lippstadt geborenen evangelischen Pfarrers Anton Praetorius (1560-1613) vor Augen, der als Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter in Erscheinung trat. 300 Jahre lang verlangten die Menschen auch im Gebiet des Kreises Soest: „Sie sollen brennen zu Tode“. Dass das Thema nach wie vor die Menschen bewegt, wird unter anderem dadurch deutlich, dass in den vergangenen Jahren die Städte Rüthen, Werl und Soest Erklärungen zur Rehabilitation der Opfer der Hexenverfolgung abgegeben haben.

Die Ausstellung, die vom evangelischen Seelsorger Hartmut Hegeler aus Unna entwickelt wurde, ist vom 21. bis zum 28. November zu den Öffnungszeiten des Kreishauses zu sehen: Montag bis Mittwoch 8 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr, Donnerstag 8 bis 17 Uhr, Freitag 8 bis 12.30 Uhr.

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