Atmosphärische Störungen

Vertrag von Soester Wirtschaftsförderin Monika Dobberstein wird nicht verlängert

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Prof. Dr. Monika Dobberstein (mitte) im vergangenen Jahr im Vorfeld der Soester Fehde. Jetzt gibt es eine ganz andere Fehde zwischen ihr und der Soester Politik.

Zwischen Prof. Dr. Monika Dobberstein, Geschäftsführerin von Wirtschaft und Marketing Soest und dem Aufsichtsrat des Unternehmens ist das Tischtuch zerschnitten. Der Vertrag Dobbersteins, der im September 2021 ausläuft, wird nach Informationen unserer Zeitung nicht verlängert.

Soest - In einem Interview, das sie selber in Auftrag gegeben hatte und das auf der Website der städtischen Wirtschaftsförderung (WMS) veröffentlicht worden war, hatte sich Geschäftsführerin Prof. Monika Dobberstein vor kurzem noch selber bescheinigt, einen „hervorragenden Job“ zu machen. Ihr Arbeitgeber scheint das mehrheitlich anders zu sehen.

 Sowohl der Aufsichtsrat als auch der Hauptausschuss haben sich in ihren jeweils letzten Sitzungen vor der Sommerpause hinter verschlossenen Türen dagegen ausgesprochen, Dobbersteins Vertrag zu verlängern, der im September 2021 nach dann fünf Jahren ausläuft. Das Thema wird, ebenfalls im nichtöffentlichen Teil, am Donnerstag auch auf der Tagesordnung der Ratssitzung in der Stadthalle stehen. Dort wird dann eine finale Entscheidung erwartet. 

Zu den Gründen dafür, warum man sich im kommenden Jahr von der promovierten Diplom-Ingenieurin für Raumplanung trennen will, wollten sich Teilnehmer der beiden Sitzungen auf Anfrage nicht äußern. In den vergangenen Jahren war allerdings hinter vorgehaltener Hand immer wieder von „atmosphärischen Störungen“ berichtet worden, für die die 52-Jährige verantwortlich gemacht wurde.

Intensiv um Verlängerung gekämpft

Sie soll,so bestätigen es mehrere Quellen, in mehreren Schreiben zuletzt intensiv für eine Vertragsverlängerung gekämpft und dabei auch auf eine durchaus längere Liste von Projekten verwiesen haben, die unter ihrer Führung erfolgreich auf den Weg gebracht oder abgeschlossen wurden. Auf dieser Liste stehen zum Beispiel:

  • Die Entwicklung der Adamkaserne zum „Belgischen Viertel“, ohne ein vorher durchaus für möglich gehaltenes Minusgeschäft für die Stadt.
  • Die Entwicklung der ehemaligen Strabag-Fläche nördlich des Bahnhofs, die inzwischen Formen annimmt.

„Neu ausgerichtet“ wurde unter anderem auch die Stadthalle, der Weihnachtsmarkt wurde erweitert. Monika Dobberstein war bislang für eine persönliche Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung nicht zu erreichen.

Inzwischen erhebt Dobberstein schwere Vorwürfe gegen Politik und Mitarbeiter, sogar von Homophobie ist die Rede. 

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