Archigymnasium als Denkmal vor den Stadttoren

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Sie stellten das Denkmal des Monats vor: Ratsfrau Manuela Mewes, Stadtentwickler Olaf Steinbicker, Schulleiter Winfried Papenheim und Katharina Schuchardt von der Stadt Soest.

Soest - Zwar liegt das Archigymnasium außerhalb des Walles und somit vor den Toren der Stadt. Weil aber die 500-jährige Tradition in enger Verbindung zum alten Kern steht, wurde der historische Backsteinbau zum Denkmal des Monats. 

In der Aula, dort wo Generationen von Schülern ihre Abitur-Arbeiten schrieben, ließ Katharina Schuchardt von der Abteilung Stadtentwicklung  jetzt die Geschichte der Schule vom Mittelalter bis heute Revue passieren, mit Stationen am Vreithof in Nachbarschaft zum Patroklidom und schließlich an der Niederbergheimer Straße.

Sie zeigte Bilder und alte Aufzeichnungen aus dem Archiv. Kaum einer der Besucher, die diese Einladung zur Zeitreise annahmen, dürfte schon einmal die leicht vergilbten gut 100 Jahre alten Pläne gesehen haben, die eine vage Vorstellung von den früheren großzügigen Außenanlagen mit Tennisplatz, Landschaftspark sowie Gärten des Schulleiters und des Hausmeisters geben. Und wer weiß schon, dass der Aula-Trakt sogar einmal abgebrochen werden sollte?

Vieles hat sich geändert. Doch lasse sich, so Katharina Schuchardt, am Archigymnasium auch dies ablesen: Bedingt durch ein starkes Bevölkerungswachstum war früher schon in Soest das Bauland knapp. Also galt es, mit Beginn der Industrialisierung einen alternativen Standort jenseits der Stadtmauern zu suchen. Der geeignete Platz, um immer mehr Schüler in einem erweiterten Fächerkanon zu unterrichten, fand sich damals im ausgedienten Königlichen Lehrerseminar. Beim Rundgang bot sich auch ein Blick auf eher unbeachtete Ecken, etwa auf die ehemalige Aussichtsplattform für astronomische Beobachtungen über dem Treppenhaus.

Jährlich gibt die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne, Regionalgruppe Südwestfalen, einen Kalender mit den Denkmälern des Monats heraus. Das Archigymnasium ist auf dem Blatt für März zu sehen. Bei der  Präsentation berichteten sowohl Schulleiter Winfried Papenheim als auch Manuela Mewes, Vorsitzendes Stadtentwicklungsausschusses, über das Archi früher und heute.

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