Archi-Award würdigt Einsatz für Gemeinschaft

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Nils Wassiljew, Uta Dziallas und Sem Klauke nahmen gestern Morgen den Archi-Award entgegen.

SOEST - Eine lebendige Schule sei viel, viel mehr als alles, was Noten auf Zeugnissen sagen, betont Winfried Papenheim, Leiter des Archi-Gymnasiums. Schüler und Lehrer fanden sich in der Aula ein, um zum Halbjahrsende herausragenden Einsatz außerhalb des Stundenplanes zu bescheinigen. In ihrer Mitte: die strahlenden Preisträger des Archi-Awards.

Die Auszeichnung ging an die Schüler Sem Klauke und Nils Wassiljew sowie auf Seiten der Eltern an Uta Dziallas.

Schüler lernen ihren Stoff, schreiben Tests und Klausuren, und sie freuen sich, wenn sie gut abgeschnitten haben. Doch das sei längst nicht alles, was eine Schule ausmacht, in der man sich wohlfühlt und auf die man stolz ist, meint Winfried Papenheim. „Archi rockt den Park“, die Musical-Produktionen, die Schulmusiktage, das Krippenspiel, das Gloria – das alles würde es nicht geben, gehe es einzig und allein um Leistungen im Unterricht, die sich in Zensuren ausdrücken. Ihm ist klar: Viele bringen sich auf besondere Weise in die Gemeinschaft ein und hätten daher auch allesamt den Archi-Award verdient.

Doch nicht jeder kann den Cup bekommen. Deshalb beriet eine Jury über die Vorschläge und entschied, wer in der kleinen Feierstunde besonders geehrt werden soll. So oder ähnlich muss es bei der Oscar-Verleihung zugehen. Der Saal füllte sich, die Band spielte, die Laudatoren gingen nach vorn. Die Lehrer Claudia Dreisbach und Daniel Stark führten durch das Programm. Archi-Schüler Paul Biermann würdigte das Engagement Sem Klaukes – und weckte damit Erinnerungen an die Fußball-Weltmeisterschaft. Als im vorigen Sommer in Brasilien die Ballzauberer das runde Leder traten, da rief die damalige Klasse 9b unter dem Motto „Worldcup for Olinda – Das Archi gibt Kindern eine Chance“ zu einer Tipp-Aktion auf. Um möglichst viele Teilnehmer zu erreichen, gestaltete Sem Klauke mit großem Aufwand eine Internet-Seite. Das Spiel lief erfolgreich, und die Benediktinerinnen in Olinda, die die Spenden bekamen, freuten sich riesig.

Die Caféteria ist ein Arbeitsfeld, das Uta Dziallas mit Tatkraft und kreativen Ideen ausfüllt. Das gilt auch für zahlreiche weitere Aktionen, bei denen die Mutter zur Stelle ist. Tatkraft und kreative Einfälle zeichneten sie aus, hob Lehrerin Hildegard Schuster anerkennend hervor. Einer der Erfolge des Einsatzes: Bei Kaffee und Gebäck rückt die Gemeinschaft enger zusammen, Eltern lernen sich kennen. Dank sagte auch Uta Dziallas: „Ohne die vielen Kuchenbäcker und Helfer könnte ich es nicht schaffen.“

Ein Bildungssystem, das wieder Vertrauen in den Menschen und seine Vernunft setzt, das ist die Vision vonNils Wassiljew. Auch der frühere Schülersprecher stand gestern im Rampenlicht.

Sandra Gerlach zeigte einige seiner Stationen auf. Schon in der Grundschule wurde er zum Klassensprecher gewählt und übernahm Verantwortung. Er legte den Demokratieführerschein ab, brachte das Jugendparlament in Soest in Gang. Am Archi sind SV-Arbeit und Schülerzeitung eng mit seinem Namen verknüpft. Mit dem Award in der Hand wandte sich Nils Wassiljew an das gesamte Team: „Wärt ihr nicht dabei gewesen, hätte es nicht geklappt.“ Der Preis gehöre allen. -  Köp.

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