Vor allem Männer und Jugendliche traf es

Arbeitslosigkeit zog im Januar kräftig an

KREIS SOEST -  Winterzeit – Arbeitslosenzeit. Auch zu Beginn dieses Jahr scheint sich der Zusammenhang zu bewahrheiten. Wie die Arbeitsagentur am Donnerstag meldete, stehen im Kreis Soest derzeit 10.726 Menschen ohne Job da. Das sind 1016 mehr als noch im Vormonat Dezember und immerhin noch 371 mehr als im Januar vergangenen Jahres.

„Besonders auffällig im Kreis Soest, wie auch im Hochsauerlandkreis, ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Männern und Jugendlichen. Letztere haben bei der Sozialauswahl die schlechtere Ausgangssituation. Auch sind sie nach der Ausbildung häufig zunächst von befristeten Arbeitsverträgen betroffen, die in konjunkturell schwächeren Zeiten nicht unbedingt verlängert werden.

Bei den Männern erklärt die Arbeitsagentur Soest den Anstieg der Arbeitslosigkeit so: Sie sind häufiger als Frauen in den Außenberufen oder im produzierenden Gewerbe beschäftigt, das in konjunkturellen Schwächen frühzeitig von Entlassungen betroffen ist“, sagt Walter Niggemeier, Chef der Agentur Soest-Meschede.

Mit 5786 Männern waren 663 (12,9 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Bei den Frauen registrierte die Arbeitsbehörde lediglich ein Plus von 353 (7,7 Prozent).

Bei den 15- bis 24-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit im Januar auf 990 Betroffene, 101 junge Männer und Frauen (11,4 Prozent) mehr als im Dezember.

Am stärksten betroffen vom Anstieg der Arbeitslosigkeit im Kreis Soest war Warstein. Hier meldeten sich im Januar 167 Personen oder 18,1 Prozent mehr Menschen arbeitslos als noch im Dezember.

Auch im Kreis Soest reagierten Arbeitgeber bei Stellenmeldungen zu Jahresbeginn zurückhaltender als im Vorjahr. Mit 471 Stellenzugängen im Januar waren 82 weniger gemeldet als im Dezember (minus 14,8 Prozent) sowie 60 weniger als im Januar 2012 (minus 11,3 Prozent). 2033 Stellen hatten die Agenturen für Arbeit im Kreis Soest im Bestand. - AN

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