Arbeiten zwischen Aldegreverwall und Feldmühlenweg haben begonnen

Finale im Fluss: Letzter Abschnitt von Soestbach wird renaturiert

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Renaturierer bei der Arbeit: Alfred Koll und Volker Stelzig gingen den letzten Abschnitt mit Franz-Josef Knoche und Felix Bödefeld vom ausführenden Bauunternehmen und Planerin Lisa Simon (von links) an.

Soest – Ob die Stadtväter das geahnt haben, als sie in der ersten Hälfte der 90er Jahre überlegten, den Soestbach wieder ans Licht und damit ins Stadtbild zu holen? Dass das so eine Erfolgsgeschichte werden würde? Jetzt, mehr als 25 Jahre später, starten die Bauarbeiten am letzten verbliebenen Abschnitt auf dem Gebiet der Kernstadt zwischen Aldegreverwall und Feldmühlenweg. 

Alfred Koll ist zwar vor allem ein Mann der handfesten Tat und scheut sich nicht, auch mal den Spaten oder anderes Gerät in die Hand zu nehmen, aber als Gewässerexperte der städtischen Kommunalbetriebe hat er an besagter Erfolgsgeschichte auch planerisch federführend mitgeschrieben. 

Das gilt jetzt natürlich auch für den rund 300 Meter langen Abschnitt entlang des Rad- und Fußweges, der die beiden Straßen miteinander verbindet. 

Deutlich breiteres Flussbett

Wie bei anderen Abschnitten zuvor, arbeitet er wieder eng mit Volker Stelzig zusammen, dessen Planungsbüro auch schon frühere Renaturierungsphasen begleitet hat. 

Offen, also nicht in Rohre gezwängt, ist der Soestbach hier zwar bereits, aber gestalterisch ist doch eine Menge zu verbessern. Denn das Gewässer fließt hier noch in einer Betonrinne – sie wird entfernt. Stattdessen wird sich der Bach nach dem Abschluss der Arbeiten, voraussichtlich Ende August, in einem deutlich breiteren Bett ausdehnen können – und damit auch für Starkregenfälle besser gerüstet sein als bisher. 

Besserer Zugang zum Wasser

Nach dem Vorbild bereits renaturierter Abschnitte, zum Beispiel auf dem ehemaligen Freibadgelände, werden die Uferbereiche neu gestaltet, um dort die Aufenthaltsqualität spürbar zu verbessern. 

So wird das Bachbett besser als bislang zugänglich sein und dazu einladen, hier ein wenig zu verweilen. Kleine Inseln werden den nicht mehr stur geradeaus fließenden, sondern sich schlängelnden Soestbach ebenfalls beleben. 

Über die Renaturierung freuen sich übrigens nicht nur die Soester, sondern auch die Fische: Weil Hindernisse, die sie bisher aufgehalten hatten, aus dem Weg geräumt wurden, haben sie den Soestbach wieder „zurückerobert“.

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