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2021 war fürs Aquafun ein „lauwarmes“ Jahr: Aber mehr Besucher als im Jahr zuvor

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Von: Achim Kienbaum

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Luftbild vom Aquafun
Monatelang musste das Aquafun wegen der Coronabeschränkungen schließen, sowohl in 2020 als auch im vergangenen Jahr. © Stephan Peters Design

Soest – Mittendrin in einer schier endlosen Serie von Hiobsbotschaften über die üblen Folgen von Corona hätten sich vielleicht viele Menschen gerne mit einem Besuch von Bad oder Sauna abgelenkt – konnten sie aber nicht: Jeweils monatelang war das Aquafun in den vergangenen beiden Jahren geschlossen, und auch nach der Wiedereröffnung übten offenbar viele Menschen lieber Zurückhaltung als Brustschwimmen oder Kraulen. Dennoch blickt die Geschäftsführung durchaus optimistisch auf das neue Jahr.

Soest – Fünf Monate in 2020, sogar ein halbes Jahr in 2021 – so lange ging im Aquafun gar nichts mehr. Und als die Türen wieder geöffnet werden durften, mussten Mitarbeiter und Besucher jede Menge Hygieneregeln befolgen, die auch noch immer wieder wechselten. Dennoch zieht Geschäftsführer Timo Schirmer ein einigermaßen positives Fazit des vergangenen Jahres – in Temperaturen ausgedrückt würde es wohl lauwarm ausfallen.

„Mit rund 165 000 Gästen hatten wir in 2021 rund 14 Prozent mehr Besucher als im Jahr zuvor“, rechnet Schirmer vor – eine Steigerung auch vor dem Hintergrund, dass der Lockdown in 2020 sogar ein Monat kürzer war als im folgenden Jahr.

Diese Entwicklung scheint sich auch im neuen Jahr fortzusetzen – wobei wohl auch die Schulferien zum Jahreswechsel beitrugen. Und das, obwohl Besucher neuerdings mit der 2-G-Plus-Regelung eine weitere Vorgabe beachten müssen vor dem Sprung ins Wasser oder dem Aufguss in einer der sieben Saunen.

Betrieb in Bad und

Sauna wieder normal

Abgesehen von diesen Einschränkungen läuft der Betrieb im Bad und im Saunabereich wieder normal: So finden auch die Schwimm- und Fitnesskurse wieder statt. „Es ist uns eine Herzensangelegenheit, möglichst viele Kinder zu sicheren Schwimmern auszubilden“, erklärt Timo Schirmer, warum das Angebot für diese Zielgruppe sogar ausgebaut wurde – einschließlich des Engagements zweier privater Schwimmschulen.

Auch der Saunabetrieb bietet wieder die gewohnten Annehmlichkeiten, einschließlich Aufgüssen und den beliebten Saunanächten. Saunieren stärke nicht nur das Immunsystem, versichert Teamleiterin Stephanie Radkau, mehrere wissenschaftliche Studien zeigten auch, „dass die Aktivität des COVID-19-Virus bei einer Temperatur zwischen 40 und 60 Grad stark abnimmt“. In einer Sauna mit 80 Grad Lufttemperatur finde sogar eine „thermische Desinfektion“ statt: Innerhalb einer Minute sei das Virus abgetötet.

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