Aquafun ist auf mögliche Schließung wegen Corona vorbereitet

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Nach den Erfahrungen im Frühjahr, als das Aquafun wegen der Corona-Pandemie für Monate schließen musste, sind die Mitarbeiter des Bades jetzt auf eine mögliche Wiederholung vorbereitet.

Soest – Eigentlich ist Timo Schirmer gerade rundum zufrieden – so zufrieden jedenfalls, wie er es als Geschäftsführer des Aquafun in Zeiten einer Pandemie und damit verbundener Einschränkungen im Betrieb des Bades sein kann. Das heißt aber nicht, dass er nicht auf eine erneute, komplette Schließung vorbereitet wäre: Die Pläne dafür liegen in der Schublade. 

„Natürlich hoffen wir, dass es nicht dazu kommen wird“, erklärte Schirmer am Wochenende auf Anfrage, aber auch er weiß: Eine behördliche Schließung von öffentlichen Einrichtungen wie dem Aquafun ist bei deutlich steigenden Infektionszahlen und damit verbundenen Szenarien für eine Eindämmung der Pandemie nicht auszuschließen. Sollte eine entsprechende Verfügung kommen, müsste sie, wie bereits im vergangenen März geschehen, innerhalb weniger Tage umgesetzt werden. 

Dabei ist Schirmer voll des Lobes für die Besucher des Aquafun, die sich mit dem schon seit Monaten geltenden Hygienekonzept „angefreundet“ haben und es auch weitestgehend beachten. „Das klappt wirklich gut“, hält der Geschäftsführer die geltenden Regelungen, inklusive von Beschränkungen der Besucherzahlen, für erfolgreich. 

Derzeit würden täglich zwischen 500 und 900 Besucher gezählt – eine Größenordnung, die sich bewältigen lasse und im Bedarfsfall auch jederzeit angepasst werden könne. So wurde die Zahl der Saunagäste, die sich gleichzeitig in dem Bereich aufhalten dürfen, gerade von zuvor 150 auf 125 gesenkt. 

Sollte aber die weitere Entwicklung der Pandemie in den kommenden Wochen alle Konzepte über den Haufen werfen und eine erneute Schließung des kompletten Bades angeordnet werden, dann wären die Erfahrungen sicher hilfreich, die im Frühjahr gesammelt wurden. Damals war das Bad auf die „Grundversorgung“ heruntergefahren und die Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt worden.

Plan B statt Kurzarbeit 

Das würde zwar auch bei einem erneute Lockdown wieder nötig, allerdings will Schirmer versuchen, so viele Mitarbeiter wie möglich „bei der Stange“ zu halten. Während das im Frühjahr unter anderem Modernisierungsarbeiten im Bad gewesen waren, wo viele helfende Hände benötigt wurden, könnten das dieses Mal Aufgaben in einem ganz anderen Bereich sein. 

„Falls sich die Infektionszahlen so entwickeln sollten, dass das Bad wirklich geschlossen werden muss, dann werden wir dem Kreis anbieten, bei der Nachverfolgung von Infizierten zu helfen“, erklärt Schirmer. Das ist schon jetzt eine mit beträchtlichem personellen Aufwand verbundene Aufgabe für das Gesundheitsamt des Kreises Soest.

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