Hunderttausende Klicks

Anti Ice Bucket Challenge: Soester landet Youtube-Hit

SOEST - Ein Soester gilt derzeit im Internet als einer der weltweit ganz großen Klickbringer: Dabei schwimmt Bilgili Üretmen mit seinem Youtube-Video genau entgegengesetzt zur allgegenwärtigen Trendwelle und will die damit "Ice Bucket Challenge einfach mal scheisse finden".

800.000 Besucher hatten sich bis zum frühen Montagabend nach seinen Angaben auf das Video "verirrt" - das kein kein Zufall sein, sondern zeigt, dass der gebürtige Soester bei der Netzgemeinde offenbar wunde Punkte getroffen hat.

Vereinfacht gesagt geht es Üretmen nicht darum, die Krankheit ALS schlecht zu machen, sondern "dass es einfach wichtigere Probleme gibt". Er wisse, dass es ein "heikles Thema" mit einer "Gratwanderung zwischen Ironie, Sarkasmus und Ernsthaftigkeit" mit einem überaus ungewöhnlichen Ende sei - doch folgendes Statement von ihm unter dem Video soll dies näher erklären:

"An wem auch immer, die Ironie dieses Videos vorbeigerauscht ist, wie Vettel an einem Boxenstop. Dem sei gesagt, es geht mir nicht um die Krankheit an sich, die mit Sicherheit sehr böse ist und viel Leid verursacht. Es geht mir eher darum, zu zeigen, das es durchaus schlimmere Situationen gibt, wo man kollektiv bestürzt sein dürfte. Nochmal! Ich möchte niemandem zu nahe treten. Ich möchte auch niemandem den Spaß an dieser Challenge rauben, aber wieso nicht diesen Hype nutzen um dein Kindern in Gaza etwas Gutes zu tun ? Kopiert diese Aktion! Ruft zu spenden nach Gaza auf! Hinterlasst einen Daumenhoch und erfreut euch eurer Gesundheit und dem Frieden in euren Ländern."

Zum Sat.1-Bericht über Üretmen

Inzwischen gibt es - unter anderem hier auf seiner Facebookseite - nicht nur zahlreiche Kommentare (zustimmende wie kritische), diverse Onlineberichte - am Montag bekam Üretmen zudem einen Anruf vom türkischen Staatsfernsehen; für den Dienstag ist ein Bericht über seine Aktion geplant.

Bilgili Üretmen ist vielen Soestern über seine Arbeit im Filmbereich bekannt (klicken Sie hier für unseren Artikel "Studenten drehen Krimi mitten in der Altstadt"). Erst vor neun Monaten zog er ein paar dutzend Kilometer weiter nach Duisburg. - han

Rubriklistenbild: © Screenshot

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