Kommunalwahl 2020

Nach der Wahl in Soest: Jetzt geht der Wahlkampf wieder los

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Bleibt Eckhard Ruthemeyer im Amt oder wird er von Anne Richter verjagt - darum geht es am 27. September.

Mit einer Stichwahl hatten viele gerechnet. Nur war bis Sonntagabend nicht klar, gegen wen Soests Bürgermeister seinen Sessel im Rathaus verteidigen muss. 

Soest – Zum zweiten Mal in Folge muss der amtierende Soester Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer (CDU) am 27. September zu einer Stichwahl antreten. Die Grünen-Politikerin Anne Richter ist diesmal seine Herausforderin. 

Im Gegensatz zum ersten Mal vor sechs Jahren, als zwischen ihm und dem SPD-Mann Roland Maibaum entschieden werden musste, sei er diesmal überhaupt nicht von dem diesem Ergebnis der Kommunalwahl überrascht gewesen, sagte Ruthemeyer: „Bei sechs Bürgermeisterkandidaten muss man damit rechnen.“ Eine Stichwahl sei also im gesamten Wahlkampf mitgedacht worden. 

Den Wahlabend habe er gelassen im Kreise von engen Mitarbeitern verbracht. 9675 Stimmen vereint Ruthemeyer im ersten Wahlgang auf sich. 

Das sei eine sehr gute Ausgangslage, urteilt er. Das Gesamtergebnis zeige, dass er große Unterstützung über Parteigrenzen hinweg habe. Er sei im dem Ausgang der Wahl zufrieden. In den kommenden zwei Wochen gelte es jetzt, dieses Potenzial zu aktivieren. 

Dazu wolle seine Partei alle Mittel wie Briefe, soziale Medien und Gespräche ausschöpfen. Die Christdemokraten wollten zeigen, dass im Rathaus ein „Impulsgeber und Kümmerer“ sitzt, sagte Ruthemeyer. Er ist überzeugt, das Rennen am 27. September zu machen.

Für die Grünen blieb der Wahlabend bis zum Schluss spannend: Erst um 23 Uhr waren die Stimmen gerade der Wahlbezirke Aldegrever-Gymnasium und Bergenthalpark ausgezählt, in denen die Grünen stark waren. Dann war die Freude bei Anne Richter und Jutta Maybaum, der Kreisvorsitzenden, riesig: Beide holten das Direktmandat.

Anne Richter hatte die meisten Stimmen im Bezirk Aldegrever-Gymnasium, Jutta Maybaum die meisten im Bezirk Bergenthalpark. Diese Stimmen für die Grünen korrigierten am späten Abend nach Redaktionsschluss das Wahlergebnis: 21,12 Prozent (2913 Wähler) wollen Anne Richter als Bürgermeisterin für Soest. 

Die Grünen wurden mit 21,15 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft im Rat der Stadt hinter der CDU mit 35,55 Prozent und ließen die SPD mit 16,95 Prozent hinter sich. „Nach dem tollen Wahlergebnis haben wir noch zusammen gesessen, die Ergebnisse besprochen und den Abend Revue passieren lassen“, sagte Anne Richter gestern. „Wir sind die zweitstärkste Kraft und haben zwei Direktmandate geholt, darüber freuen wir uns sehr.“ "Ich bin stolz darauf, dass wir in Soest so viele Menschen mit unseren Themen erreichen konnten.“

Jetzt wird der Wahlkampf fortgesetzt.

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