Klage über Gefahrenstelle

Straßen-NRW ist am Zug: Kommt Tempo 30 an Engpass in Ostönnen?

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Aus dem Haus direkt auf die Fahrbahn: Anlieger wollen, dass Autos an diesem Engpass langsamer fahren müssen.

Ostönnen – Die Anlieger der Straße „An der Lanner“ würden sich wohl wünschen, dass die Änderung der ihrer Meinung nach gefährlichen Verkehrsverhältnisse vor ihrer Haustür in einem ähnlich zügigen Tempo vorangehen könnte wie die Autos dort fahren – das aber war bislang ein frommer Wunsch. Jetzt gibt es neue Hoffnung, dass tatsächlich Bewegung in die Sache kommt.

Rückblende. Im Juli hatte der Anzeiger darüber berichtet, dass Anlieger an einer besonders engen Stelle der Straße über eine Gefahrenstelle klagten, weil dort die Autos viel zu schnell fuhren. Unter anderem hatte sich auch der SPD-Kommunalpolitiker Armin Bunke des Anliegens angenommen.

Bei einem Ortstermin waren auch Vertreter von Straßen NRW, als Baulastträger, und der Stadt anwesend. Klar wurde damals, dass der ungehinderte Verkehrsfluss auf einer Landstraße ein hohes Gut ist – geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen umzusetzen, erfordern da eine besonders gute Begründung.

Spitzenwert 80 km/h

Die wiederum lieferte nach Ansicht von Bunke und der Anlieger eine Verkehrszählung Anfang Dezember in dem Engpass. Danach hätten 2700 Fahrzeuge die Stelle an einem Tag passiert, fast die Hälfte sei schneller als die dort erlaubten 50 km/h unterwegs gewesen, die meisten davon allerdings nur bis zu 60 km/h schnell. Als Spitzenwerte wurden mehr als 80 km/h gemessen.

Für die Anlieger ist klar: Angesichts der Enge und der beschränkten Sichtverhältnisse an der Stelle ist das viel zu schnell, sie fordern eine Verengung der Fahrbahn und Tempo 30. 

Und sie verweisen auf mehrere Beispiele in anderen Kommunen im Kreisgebiet, wo Straßen NRW durchaus Verengungen oder Tempo-30-Regelungen eingeführt habe, auf vergleichbar stark befahrenen Landstraßen in dem Versuch, Gefahrenpunkte zu entschärfen. Also sei jetzt Straßen NRW am Zug und gefordert, etwas Ähnliches auch in Ostönnen umzusetzen.

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