Ampel soll Serie mit schweren Unfällen an Autobahnabfahrt stoppen

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Zwei Kradfahrer verunglückten im Mai an der Autobahnabfahrt Soest. Ein 44-jähriger Soester starb. Ins Gerede gekommen waren die unübersichtlichen Abfahrten auch schon vorher.

Soest –  Bis Jahresende soll die unfallträchtige Autobahnauffahrt an der Arnsberger Straße umgebaut sein: Die umstrittenen und für viele Autofahrer undurchsichtigen Einfädelspuren für Linksabbieger verschwinden, eine Ampelanlage regelt künftig den Verkehr am Knoten Autobahn / B 229. Die Verkehrskommission hat sich jetzt von Straßen-NRW die Details vorstellen lassen.

Binnen zweieinhalb Jahren – der Anzeiger berichtete – hatte es 28-mal an der Kreuzung gekracht. Am 6. Mai 2017 verlor hier ein 44-jähriger Motorradfahrer aus Soest sein Leben, als ihm ein Autofahrer aus Oberhausen die Vorfahrt nahm. Der Mann war von der A 44 abgebogen und hatte beim Linksabbiegen Richtung Möhnesee nicht aufgepasst.

Das Tückische an der Kreuzung: Selbst wer aufpasst, hat es hier nicht leicht. Die ungewöhnlichen Einfädelspuren für Verkehrsteilnehmer, die von der Autobahn kommen und auf die Arnsberger Straße nach links einbiegen wollen, stellen für viele Autofahrer ein Rätsel dar. Im Kreis Soest sind sie einzigartig; in anderen Regionen tauchen sie öfter auf; hier – so Straßen-NRW – bereiten die Einfädeltrassen den Autofahrern kaum Probleme.

So oder so: Um keine weiteren Gefahren heraufzubeschwören, werden die Einfädelspuren nun kassiert. „Wir wissen noch nicht, ob wir sie einfach schraffieren oder (dies wäre deutlich teurer) zu Grünstreifen zurückbauen“, sagt Straßen-NRW-Sprecher Carlos Santos. Allein für die Ampel rechne man mit Kosten von 170 000 Euro.

Einen Kreisverkehr zu bauen, stand für die Verkehrsexperten nicht zur Diskussion. „Weil die Zu- und Abfahrten auf der Arnsberger Straße versetzt liegen, hätten wir gleich zwei eng aufeinander folgende Kreisel gebraucht“, sagt Santos.

Das wäre dann doch reichlich teuer gekommen – zu teuer.

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