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Am Tag davor: Kirmesfans dürfen Karussells testen

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Soest - Schneller, höher – oder einfach nur anders aufgemacht: Auch in diesem Jahr warten wieder einige Neuheiten auf die Karussellfans auf der Allerheiligenkirmes (der Anzeiger berichtete). Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung testeten Dienstagnachmittag einige Jugendliche drei der rasanten Aufreger.

Mit dem „Drifting Coaster“ ist Mike Ahrend, Schausteller aus Hannover, zum allerersten Mal überhaupt in Soest. Die Achterbahn wurde erst im vergangenen Jahr gebaut, und verfügt über eine Besonderheit, die sich auch im „Fahrverhalten“ deutlich bemerkbar macht: Die Gondeln schwingen frei und „schaukeln“ die Fahrgäste damit in den Kurven gut durch. Das verstärke die Dynamik in den Kurven und erhöhe den Spaßfaktor merklich, findet Evelyn (16), Schülerin des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs. „Dabei bleibt es aber gut verträglich“, lobt sie – also tatsächlich ein Spaß, den sich eigentlich jeder Neugierige gönnen kann ohne sich Sorgen um seine „Kondition“ machen zu müssen. 

Pure Beschleunigung 

Auf pure Beschleunigung und Höhe setzt dagegen das „Apollo 13“ auf dem Markt, mit dem Dieter Küchenmeister nach Soest gekommen ist. Er ist von einem Volksfest in Freiburg angereist und hat für die enge Soester Altstadt sogar die komplette Front seines Fahrgeschäftes umgebaut. Sofie (16), Archischülerin aus Oestinghausen und Hailey (16), Austauschschülerin aus New Jersey/USA, schätzen freilich vor allem die rasante Fahrt im Kreis mit 120 km/h, die nicht nur eine beeindruckende Aussicht über die Stadt ermöglicht, sondern auch das Vergnügen, sich im Sturzflug dem gepflasterten Boden entgegenzustürzen. „Das macht einen Riesenspaß und ist unbedingt empfehlenswert“, sind sich Sofie und Hailey einig. 

Überschläge im „Black Out“ 

Noch einmal andere Akzente als Achterbahn und Himmelfahrtskommando setzt das „Black Out“ auf dem Schweinemarkt – wobei niemand damit rechnen muss, hier bis zur Bewusstlosigkeit durcheinandergeschüttelt zu werden. Fahrgäste werden hier aber in jede erdenkliche Richtung bewegt und sollten, gerade wenn sie sich wie Melina (15) und Ronny (14) von der Pauli-Hauptschule zuvor schon auf anderen Karussells vergnügt haben, durchaus eine gewisse Robustheit mitbringen. „Das ist schon heftig“, grinste Ronny nach der Fahrt, was er aber als Kompliment verstanden wissen will. Melina hatte zwar, zurück auf dem Boden, erst einmal mit ein paar „flauen Gefühlen“ im Bauch zu kämpfen, aber sie ist sich sicher, dass das nicht ihre letzte Runde im „Black Out“ auf der Kirmes gewesen sein wird. 

Dann könnte sie auch Max (7) wiedertreffen, den Nesthaken unter den diesjährigen Anzeiger-Kirmestestern aus Lippetal. Etwas blasser um die Nase als beim Einstieg in die Vierergondel hatte ihm die wilde Fahrt nicht die Sprache verschlagen: „Ich wusste gar nicht mehr, wo ich war“, strahlte er. Dabei ist die Antwort doch einfach: Auf der 680. Allerheiligenkirmes in Soest, mittendrin im Vergnügen. 

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