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Kirmes wird wahrscheinlicher - Verträge gehen raus

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Von: Kathrin Bastert

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Dichtes auf der Allerheiligenkirmes in Soest
Dichtes Kirmesgedränge vor einigen Jahren: Wie wird es im November 2021 sein? © Peter Dahm

Laut aktueller Coronaschutzverordnung brauchen Städte für Großveranstaltungen wie die Soester Allerheiligenkirmes keine Genehmigung des Landes mehr. Und nicht nur das.

Soest – Nein, auf ein klares Ja lässt sich die Kirmesfrage auch Ende August noch nicht bringen. „Es gibt keinen neuen Sachstand“, sagt Stadtsprecher Thorsten Bottin. Er sagt auch: „Wir haben denselben Planungsstand, den wir zu dieser Jahreszeit in jedem Kirmesjahr hätten.“ Es gibt einen Aufbauplan, man weiß bereits, welche Neuheiten auf der 683. Allerheiligenkirmes stehen könnten. Verträge mit Schaustellern sollen in den kommenden Tagen verschickt werden, teilt Bottin auf Nachfrage mit, „sie enthalten grundsätzlich bereits Klauseln für den Fall einer Absage der Kirmes. Diese Klauseln werden coronabedingt in diesem Jahr angepasst.“

Ein Stück möglicher wird die Durchführung der Kirmes durch die aktuelle Corona-Schutzverordnung. Und das gleich aus mehreren Gründen: Zunächst einmal benötigt die Stadt, solange die Verordnung so gilt, keine Genehmigung vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Das bestätigt ein Sprecher des Düsseldorfer Hauses. Dort liege eine Anfrage aus Soest vor, unter welchen Voraussetzungen die Allerheiligenkirmes stattfinden könne. Ein Hygienekonzept gehört nach dem derzeitigen Stand nicht dazu.

Allerheiligenkirmes Soest: 3G-Kontrollen nur stichprobenartig nötig

Der vielleicht wichtigste Punkt in der derzeitigen Verordnung ist die Kontrolle der 3G-Nachweise, die bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2500 Besuchern notwendig sind, solange die Inzidenz in Kreis und/oder Land über dem Wert von 35 liegt: „Wenn eine Zugangskontrolle bei Veranstaltungen im Freien aufgrund des Veranstaltungscharakters nicht erfolgen kann, haben die für die Veranstaltung verantwortlichen Personen auf das Erfordernis eines Negativtestnachweises [...] stichprobenartige Überprüfungen durchzuführen“, heißt es in Paragraf 4 der Coronaschutzverordnung. Kontrollen nur stichprobenartig durchführen zu müssen, wäre, anders als eine Absperrung der Innenstadt, leistbar.

Die Stadt hatte stets gesagt, dass eine Kirmes mit Zugangskontrollen nicht möglich sein würde und immer betont: „Ganz oder gar nicht“. Das gelte nach wie vor, sagt Thorsten Bottin.

Allerheiligenkirmes Soest: Dienstpläne werden erstellt

Zur Kirmesplanung, die hinter Rathausmauern im vollen Gange ist, gehört die Erstellung von Dienstplänen. Insgesamt würden 195 Dienste in 14 Schichten besetzt. Rund 4000 Stunden, die meisten als Überstunden, würden während der fünf Kirmestage geleistet. Aktuell seien 20 Dienste noch unbesetzt.

Alles dürfte abhängen von den weiteren Verordnungen der Landesregierung – und natürlich auch von der Entwicklung der Infektionszahlen. Je kleiner die Rolle ist, die die Inzidenzen spielen, je höher außerdem die Impfquote in diesem Herbst, umso größer die Chance, dass die Kirmes vom 3. bis 7. November steigen kann.
Bottin: „Die Stadt plant die Allerheiligenkirmes 2021 wie in Vor-Corona-Jahren und wir berücksichtigen dabei die Rechtslage, soweit diese für die Kirmeszeit belastbar bekannt ist.“

Allerheiligenkirmes Soest: Maske vorgeschrieben

Die aktuelle Coronaschutzverordnung läuft zunächst am 17. September aus. Sie könnte aber Blaupause für eine Nachfolgeregelung sein. Zum Beispiel bei der Maskenpflicht: Der Mund-Nasen-Schutz ist zurzeit bei Sport-, Kultur- und sonstigen Veranstaltungen im Freien mit mehr als 2500 Besuchern – also auch auf der Kirmes - vorgeschrieben, außerdem in Warteschlangen und an Verkaufsständen. Abnehmen dürften Kirmesbesucher die Maske draußen, um zu trinken oder zu essen. Mit Einlasskontrollen, 2G-Regel und/oder PCR-Testpflicht entfällt die Pflicht in Innenräumen.

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