Stadt plant nach Wiesn-Aus weiter

Allerheiligenkirmes 2021 trotz Corona? Gesundheitsminister hat einen Wunsch

Ganz Soest hofft auf die Allerheiligenkirmes 2021.
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Ganz Soest hofft auf die Allerheiligenkirmes 2021.

Während das Oktoberfest in München bereits abgesagt worden ist, plant die Stadt Soest weiter für die diesjährige Allerheiligenkirmes, die nur wenige Wochen später stattfinden soll.

Soest - Zum zweiten Mal in Folge fällt die bayrische Großveranstaltung aus, wie merkur.de berichtet* – ereilt das Börde-Event Anfang November das gleiche Schicksal?

Wenn es nach den Vorstellungen des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann geht, lautet die Antwort: Nein. Allerdings bremst er zugleich auch die hohe Erwartungshaltung einiger Soester: „Wir alle würden uns natürlich freuen, wenn wir schnell wieder auf eine Kirmes gehen könnten. Denn das würde bedeuten, dass die Inzidenzzahlen niedrig und viele Menschen geimpft sind und die Coronapandemie bewältigt ist“, sagte Laumann am Dienstag auf die Anfrage von soester-anzeiger.de, wie realistisch der Traum von der Kirmes 2021 sei.

Allerheiligenkirmes 2021: Das sagt Gesundheitsminister Laumann

Laumanns Einschätzung: „Eins ist klar: Wir setzen alles daran, so viele Menschen wie möglich zu impfen. Aber wir können jetzt noch nicht sagen, ob im Herbst Veranstaltungen wie die Allerheiligenkirmes in Soest stattfinden können. Wünschen würde ich es mir allemal.“

Die Schausteller befürchten nach dem Wiesn-Aus eine massenhafte Absage auch kleinerer Volksfeste. Die Entscheidung dürfe „kein Indikator dafür sein, um andere Volksfeste in Deutschland voreilig abzusagen“, sagt Albert Ritter als Präsident des Deutschen Schaustellerbundes. Die Feste seien von existenzieller Bedeutung.

Wir alle würden uns natürlich freuen, wenn wir schnell wieder auf eine Kirmes gehen könnten.

Karl-Josef Laumann, NRW-Gesundheitsminister

Derweil plant die Stadt Soest weiter die Kirmes – und geht dabei neue Wege: Nachdem digitale Technik bereits in vielen Fahrgeschäften eingezogen ist, führe nun auch der Weg zu einem der begehrten Standplätze auf der Großveranstaltung im kommenden Jahr über digitale Kanäle. Die Stadt startet ein Online-Bewerbungsverfahren für die Kirmes und den Pferdemarkt.

Für den großen Rummel in 2022 können sich Schausteller und Beschicker somit erstmals im Internet melden. Bislang mussten sie dafür noch schriftliche Dokumente im Kirmesbüro der Stadt einreichen. Dieser analoge Weg fällt mit der Einführung des neuen Verfahrens weg. Das entsprechende Formular ist nun unter anderem im Portal „Rathaus online“ unter www.soest.de im Bereich „Gewerbe“ zu finden.

Ab dem nächsten Jahr müssen sich die Schausteller per digitalem Formular für die Kirmes anmelden.

Bei dem neuen System handelt es sich um ein Projekt, das Soest im Rahmen der „Digitalen Modellregion“ mit Fördermitteln des Landesministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie entwickelt hat.

„Wir starten mit dem Bewerbungsverfahren für die Allerheiligenkirmes, aber das System ist prinzipiell auch für andere Veranstaltungen in Soest nutzbar“, erklärt Klaus Matteikat, Marktmeister der Kirmes. Ulla Gerke als Abteilungsleiterin Personal und Organisation ergänzt, dass das System von anderen Kommunen für deren Großveranstaltungen kopiert werden darf. - *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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