Prima Wetter, viele Besucher und weniger Strafanzeigen

"Erfreulich ruhig": Das ist die Kirmes-Bilanz der Schlüsselfiguren

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Sie mussten arbeiten, damit viele andere Kirmes feiern konnten (von links): Nicole Pizzuti (Eurobahn), Rainer Oesterheld (Busverkehr Ruhr-Sieg), Uwe Lobenstein (RLG), Ansgar Rocholl (DRK), Birgitt Moessing, Andreas Stache (Leiter Polizeiwache Soest), Christoph Blume (Feuerwehr), Detlev Blume (THW), Eckhard Ruthemeyer, Detlef Märte, Klaus Matteikat und Thomas Schneider.

Soest - Eigentlich müssten die Stadtväter ihre Lektion den vergangenen 681 Jahren doch gelernt haben: Überlässt man den Schaustellern für ein paar Tage den Schlüssel zur Stadt, lassen die alle Tore sperrangelweit offen und die Besucher der Allerheiligenkirmes können völlig ungehindert herein. In diesem Jahr nutzten das offensichtlich noch mehr Menschen als je zuvor.

Draußen strahlte die Sonne, drinnen im kleinen Sitzungssaal des Rathauses alle, die einmal mehr mit den Institutionen, die sie dort vertraten, für die Durchführung der Allerheiligenkirmes verantwortlich waren. 

Traditionell wird am Montag nach dem Ende der Großveranstaltung bei Fischbrötchen, Kaffee und Alka-Seltzer Bilanz gezogen – und der bereits erwähnte Stadtschlüssel zurückgegeben.

Auf Wiedersehen... Der Abbau der Kirmes in Bildern

Der Rahmen sei hervorragend gewesen, spielte Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer auf das Wetter an, das entgegen mancher Prognosen mitgespielt hatte und so auch seinen Beitrag dazu leistete, dass deutlich mehr Besucher als im vergangenen Jahr den Weg auf das Kirmesgelände in der Altstadt fanden.

"Erfreulich ruhige Kirmes"

Erfreulicherweise hieß das aber nicht, dass die für Events einer solchen Größenordnung typischen unerfreulichen Begleiterscheinungen in ähnlichem Ausmaß zugenommen hätten. 

Sowohl Andreas Stache, Leiter der Soester Polizeiwache, als auch Detlef Märte, an schlechten wie auch an guten Tagen verantwortlich für die Einhaltung der Ordnung in der Stadt, sprachen von einer „erfreulich ruhigen Kirmes“. 

Allerheiligenkirmes am Wochenende

Für Märte war es eine Bestätigung des umfangreichen Sicherheitskonzeptes, das im Vorfeld für die Kirmes pflichtgemäß erstellt worden war, dass die Einsatzkräfte am späten Donnerstagnachmittag rasch zu einem Zimmerbrand in der Brüderstraße ausrücken konnten – quer über das mehr als gut gefüllte Kirmesgelände.

Hier gibt es alles rund um die Allerheiligenkirmes

Der Einsatz selber war relativ unspektakulär: Essen war auf einem angeschalteten Herd vergessen worden, in der Folge hatte sich viel Rauch in dem Gebäude ausgebreitet. Mehrere Bewohner wurden Vorsorglich zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus gebracht, weil sie Rauch eingeatmet hatten. 

Dankeschön für die Anwohner

„Die Feuerwehr war schnell zur Stelle, die Kirmesbesucher haben sehr besonnen auf die Durchfahrt der schweren Fahrzeuge und die von uns veranlassten Sperrungen reagiert“, bestätigte Christoph Blume von der Soester Feuerwehr. 

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Ein großes Dankeschön hatten sowohl die Vertreter der Stadt, als auch Schausteller-Chef Thomas Schneider für die Anwohner der Innenstadt parat. „Wir wissen“, so Schneider, „dass die Kirmes vor der Haustür kein Zuckerschlecken ist“. In diesem Jahr seien die Belastungen sogar noch ein wenig mehr als üblich gewesen, weil die Aufbauphase länger gewesen sei, und dadurch auch der damit verbundene Lärm in der Altstadt zu vorgerückter Stunde. 

Für die Runde der Organisatoren war allerdings klar, dass sich die Anstrengungen für alle, die arbeiten mussten, damit so viele andere feiern konnten gelohnt haben. Ein Grund mehr, sich schon auf die 682. Allerheiligenkirmes zu freuen.

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